Zauberhaft natürlich – Helene Fischer „Für einen Tag“ in Zürich

Zauberhaft natürlich – Helene Fischer „Für einen Tag“ in Zürich

Als Helene Fischer ihre Daten für ihre Tour 2012 bekannt gab und als Tourstopp Zürich dabei war, wusste ich, dass ich an dieses Konzert musste. Gesehen, vorgenommen und vergessen – wie das so ist im Alltag. Die Erinnerung kam schlagartig, als ich Ende Oktober mitbekommen hatte, dass Sascha Grammel für einige Auftritte in der Schweiz ist. Nicht nur seine Shows waren ausverkauft sondern auch das Konzert von Helene Fischer – war ja eigentlich auch klar.

Gut, selber schuld! Da mich mein Weg zum Schwimmen immer am Hallenstadion vorbei führt, machte ich einen Abstecher auf die andere Strassenseite. Vielleicht hatte es noch Karten an der Abendkasse. Karten gabs es, aber die waren vom Platz her so ungünstig, dass ich dafür kein Geld ausgeben wollte. Ich befand mich quasi schon wieder auf dem Weg Richtung Hallenbad, als ein Mann vor mir stand und mir eine Karte anbot, da seine Kollegin krank geworden war. Er versicherte mir, dass es ein sehr guter Platz sei, doch die Karte hatte ihren Preis. Ohne Einwand meinerseits verkaufte er mir die Karte wesentlich günstiger.

Also hiess es am 31. Oktober 2012 Helene Fischer im Hallenstadion statt Schwimmen im Hallenbad.

In ihrer Begrüssung forderte sie das Publikum auf, diesen Abend „wie eine Musicalnacht“ zu erleben – soweit ist das nicht hergeholt, wenn man bedenkt, dass Helene Fischer gelernte Musicaldarstellerin ist. Präsentiert wurden die aktuellen Hits aus ihrem Album „Für einen Tag“, aber auch Songs wie „Colors of the Wind“ aus Disneys Pocahontas, „Die Schöne und das Biest“ aus dem gleichnamigen Disney-Film und ein ganzer Block mit Hits aus „Grease“. Helene Fischer outete sich als grosser Fan von James Bond Filmen und so fehlte auch eine Hommage an 007 nicht. Zweifelsohne gehörte ihre Interpretation von „I will always Love you“ aus Bodyguard zu einem der vielen Höhepunkte des Abends. Hinzu kommt eine mitreissende Bühnenshow inklusive einer eindrücklichen Lasershow, auf der eigens in den USA gefertigten Bühne. Aber nicht nur die Bühne stammt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sondern auch die Tänzer und Tänzerinnen, die eine unglaublich gute Performance ablieferten. Die Band, welche unter dem Aufbau der Bühne untergebracht war sorgte für mitreissenden Sound.

Nicht nur ihre wunderschöne Stimme und ihre charismatische Bühnenpräsenz verzauberte, sondern auch ihre Natürlichkeit und ihre Herzlichkeit im Umgang mit den Fans. Kleine Anekdoten und Geschichten wie sie und ihr Team z.B. ihre Tänzer und Tänzerinnen in den USA gecastet haben, liessen sowas wie ein familiäres Gefühl aufkommen – und das in einer wohlgemerkt 8’000 Zuschauer fassenden Halle.

Helene Fischer sang aber nicht nur deutsche Songs sondern auch in Englisch. Ihren Hit „Sehnsucht“ sang sie in ihrer Muttersprache Russisch. Als sie gegen Ende auf einer Rampe über dem Publikum schwebte, setzte eine wahre Völkerwanderung Richtung Bühne ein. Mit einer Liebeserklärung an ihren Freund und den natürlich nicht fehlenden Zugaben, verabschiedete sich Helene Fischer mit einer Videoeinblendung „Danke Zürich“.

Helene Fischer ist nicht nur eine deutsche Schlagersängerin, sondern sie ist ein Gesamtpaket an Ausstrahlung, Gesang, Tanz und herzlicher Interaktion mit dem Publikum. Das Konzert in Zürich war wirklich ein Erlebnis und schreit förmlich nach einer Wiederholung im nächsten Jahr! Und eines ist sicher, den nächsten Termin vergesse ich nicht mehr!

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