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Gänsehautmomente: Konzert von Sabrina Weckerlin in Furtwangen

Gänsehautmomente: Konzert von Sabrina Weckerlin in Furtwangen

Selten erlebt man Konzerte, für die „großartig“ schon fast eine Untertreibung ist. Sabrina Weckerlin, die Powerstimme aus dem Schwarzwald, ist genau das mit ihrem ersten Solokonzert in ihrem Heimatort Furtwangen gelungen. Zusammen mit ihren Special Guests Jana Stelley, Jenny Schlensker und Dennis Henschel sowie einer herausragenden Band sorgte sie für einen unvergesslichen Abend.

Musikalisch führte die Reise durch Pop, Rock, Jazz und Musical. Eine gute Abwechslung bei der Titelauswahl sorgte für eine perfekte Mischung. Mit dem Opening „It’s all coming back to me now“ wurde klar, dass dieses Konzert etwas ganz Besonderes für die Künstlerin war. Für die Nicht-Schwarzwälder erklärte Weckerlin, dass im Schwarzwald geschwätzt und nicht geredet wird – und so führte sie teils in ihrem Heimatdialekt durchs Konzert.

Natürlich durften Songs aus ihren bisherigen Musicalproduktionen nicht fehlen. So sang sie nicht nur „Einsames Gewand“ aus „Die Päpstin“ und „Ich weine nicht mehr“ aus „Marie Antoinette“, sondern auch gemeinsam mit Jana Stelley „Wie ich bin“ aus „Wicked“. Das Duett „Sind die Sterne gegen uns“ aus „Aida“ gab sie mit Dennis Henschel, und „Wer kann schon ohne Liebe sein“ aus „3 Musketiere“ machten Weckerlin, Stelley und Schlensker zu einem der vielen Höhepunkte des Abends.

Auch dank kleiner Anekdoten hatte dieses Konzert einen ganz besonderen Charakter. So erzählte Sabrina von ihrer Reise nach New York und verglich die Stadt, die niemals schläft, mit einem Sonntagmorgen auf dem Marktplatz in Furtwangen. „It’s what I do best“ ist ein Song, den Frank Wildhorn für Whitney Houston schrieb, der aber nie veröffentlicht wurde. Weckerlin interpretierte ihn sehr gefühlvoll. Nicht gefehlt haben auch Songs aus Musicals, die im deutschsprachigen Raum weniger bekannt sind, zum Beispiel „You love who you love“ aus „Bonny & Clyde“ und „Rise above“ aus „Spider-Man“.

Aber es kamen auch Songs jenseits des Musicals zu Gehör, wie „Sag es laut“ von Xavier Naidoo, „True Colors“ von Cindy Lauper inklusive Laptop-Lagerfeuer-Stimmung, „Son of a Preacherman“ von Dusty Springfield und „Yesterday“ von den Beatles. Als sich das Konzert dem Ende zuneigte, waren alle Künstler noch einmal gemeinsam auf der Bühne: Mit dem Song „Ohne dich“ der Münchner Freiheit wurde es rockig in Furtwangen, und das Publikum hielt es nicht mehr auf den Plätzen. Auch die Soli der einzelnen Bandmitglieder hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Mit Zugaberufen wurde Sabrina Weckerlin noch mal auf die Bühne zurückgefordert. Den Abschluss eines wunderbaren Abends bildeten „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ und die Wiederholung von „Yesterday“ – diesmal nur mit Klavierbegleitung.