Browsed by
Schlagwort: Konzert

„Thriller – Live“ in Basel – Phänomenale Tribute-Show

„Thriller – Live“ in Basel – Phänomenale Tribute-Show

Er ist eine Legende – Der King of Pop Michael Jackson. Am 2. Januar 2009 feierte die Tribute-Show „Thriller – Live“ im Lyric Theatre in London Premiere. Mittlerweile war die Show in über 30 Ländern zu sehen und schaffte im September 2014 den Sprung in die Top 20 der Shows mit der längsten Laufzeit am Londoner West End. Angefangen bei den frühen Erfolgen mit seinen Brüdern, den Jackson 5, während der unvergesslichen Mowtown Ära, bis hin zu seinen unvergleichlichen Erfolgen als Solo-Interpret. Unter anderem 14 Nummer 1-Hits, mehr als 100 Preise und Auszeichnungen und offiziell mehr als 100 Millionen verkauften Alben machten Jackson zweifelsohne zu einem der erfolgreichsten Künstler unserer Zeit.

Das Talent von Michael Jackson wurde früh erkannt. Bereits als zwölfjähriger stand er mit seinen Brüdern, unter der strengen Hand des Vaters, auf der Bühne und stach durch seine aussergewöhnliche Stimme und sein Talent hervor.

ID7_0842

Mit dem Hitmedley aus den Songs „History“, „Don’t Stop / Billie Jean Remix“, „Who’s Loving You“ und „I’ll be There“ gelingt ein fantastischer Einstieg in die Show. Die Stimmen der Solo-Interpreten sind kraftvoll und ausdrucksstark. Hervorragend wie die Band die unterschiedlich geprägten Songs aus Funk, Soul, Pop und Rock spielt. Ein absolut gelungenes Lichtdesign und die abwechslungsreiche, ausdrucksstarke und auf das Stück abgestimmte Choreographie (Gary Lloyd) begeistert von der ersten Minute an und das ändert sich auch während der ganzen Show nicht.

Im Jahr 1968 erhielten die Jackson 5 von Berry Gordan den lang ersehnten Plattenvertrag bei Mowtown. Ihnen gelangen vier Nummer 1-Hits hintereinander. Mit „I Want You Back“ und „ABC“ sind zwei dieser Erfolge in der Show zu hören. Ergänzt noch mit dem Song „Rockin‘ Robin“. Hervorzuheben ist der junge Sänger, der den 12-jährigen Michael verkörperte – Bühnenpräsenz, Ausdruck und Darbietung sind rundherum auf ganzer Linie gelungen. Der Szenenapplaus war absolut gerechtfertigt.

Es folgt Song auf Song zusätzlich untermalt durch Zwischensequenzen mit Erzählungen über Jacksons Karriere. Adrian Grant (Original Concept & Executive Director“ und Kerys Nathan (Original-Regisseur) ist eine Show gelungen, bei der jede einzelne Komponente ineinander greift, die Übergänge sind flüssig und am Ende hat man einen guten Überblick über die beispiellose Karriere des King of Pop. Die Nummer 1-Hits „Billie Jean“, „Thriller“, „Bad“ und „Black or White“ fehlen im Repertoire der Show genauso wenig wie die anfänglichen Erfolge zu Beginn seiner Karriere.

Das Publikum ist begeistert und ab dem Song „They Don’t Care About Us“ hält es dieses nicht mehr auf ihren Plätzen. Eine absolut gelungene Show über einen unvergesslichen Künstler.

Fotos „Thriller – Live“ aus Basel

Nachlese: Music Dinner 2014 auf Schloss Sargans

Nachlese: Music Dinner 2014 auf Schloss Sargans

Im November 2014 feierte das Music Dinner bereits sein 15 jähriges Jubiläum. Durch den weihnachtlich geschmückten Schlosshof, wird man im Restaurant vom Team von Cecile + Peter Kaiser herzlich willkommen geheissen. Ein paar Stufen hinauf gelangt man in den wunderschön eingedeckten Rittersaal. An den Wänden die Wappen und Namen der früheren Schlossherren, im Frontbereich die Bühne, welche sich über die gesamte Breite des Rittersaals erstreckt. Serviert wird ein 6-Gang-Menü, was allein schon beim Lesen neugierig macht.

IMG_0607Die musikalische Organisation liegt auch in diesem Jahr in den Händen von Patric Scott, der u.a. als Peter in „Heidi“, als Alfred in „Tanz der Vampire“ und als Freddy „My Fair Lady“ auf der Bühne stand. Zur Cast gehören einige bekannte Namen aus den vorherigen Jahren, aber auch neue Namen sind vertreten: Jennifer Sarah Boone, Enyo Dovlo, Julia Hagne, Bianca Arndt, Franziska Lessing, Kristina Love, Jasmin Pearl, Nathanael Schaer, Mirjam Schläper sowie die 13-jährige Saphira Felix. Das Ensemble wurde teilweise am Piano von Tillmann Hinze unterstützt. Mit einem Opening Medley wurden die Gäste musikalisch begrüsst, bevor es den ersten Gang des Abends gab.

***
Variation von Tatar und Carpaccio vom Rind
auf Rosmarinbisquit mit Selleriesalat

***

Nach diesem vorzüglichen ersten Gang, sangen Patric Scott und Julia Hagne „The Prayer“, gefolgt von einer schönen Version des Lieds „Lass jetzt los“ aus dem Disney-Erfolg „Die Eiskönigin“. „Ghost“ war einer der erfolgreichsten Filme von Patrick Swayze und Demi Moore. Mittlerweile feierte die Story auch als Musical grosse Erfolge. Mit „With you/Unchained Melody“ sorgten die Protagonisten auf der Bühne für einen Gänsehaut Moment. Ein Klassiker aus dem Musical „Elisabeth“ ist das Lied „Ich gehör nur mir“, welches wunderschön von Mirjam Schläper dargeboten wurde.

„Songs for a new World“ ist das Erstlingswerk (Uraufführung 1995) des Komponisten Robert Jason Brown. In dieser Musical-Revue sind sechzehn Songs über Menschen zu hören, die an einschneidenden Wendepunkten ihres Lebens stehen. Sie sind damit konfrontiert Entscheidungen für oder gegen den nächsten Schritt zu fällen oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft zu wagen. Mit dem Stück „A New World“ wird genau dies ausgedrückt. Das Ensemble sorgt mit der Interpretation für einen wunderbaren stimmgewaltigen Abschluss, bevor der zweite und dritte Gang des Abends serviert wurde.

*** 
Süppchen vom Rotkraut im Basler Brot
***

***
Frikadelle mit Kartoffelscheiben und Kürbiswürfel an Kürbissauce
***

IMG_0601

Das „Traumschiff“ ist eine der längsten Serien in der deutschen TV-Landschaft und entführt die Zuschauer in die schönsten Flecken der Erde. So weit ging die Reise des Sarganser „Traumschiffs“ dann doch nicht, dennoch wurde das Publikum in eine sehr unterhaltsame Folge entführt. Das Ensemble lief zu Höchstleistungen auf – allen voran Franziska Lessing, die als Asiatische Schönheits- und Massagefachfrau mit ihren Ausführungen für verschiedene Schönheitsanwendungen für Lacher im Publikum sorgte – Unterhaltung pur! Danach wartete die nächste Gaumenfreude aus der Schlossküche.

***
Variation von pochiertem Fisch auf Weisskohl an Currysauce
***

IMG_0611

Jennifer Sarah Boone und Franziska Lessing sorgten mit dem Song „Make me feel my love“, im Original von Adele, für eine tolle Einlage. Nathanael Schaer, der zweite Mann im Ensemble, berührte mit seiner gefühlvollen Tenorstimme mit „Dies ist die Stunde“ aus dem Musical Jekyll & Hyde. Das Musical stammt aus der Feder des grossen Broadway Komponisten Frank Wildhorn. Er zeichnet sich unter anderem auch für die Stücke „Der Graf von Monte Christo“, „Bonnie & Clyde“, „Dracula“ und ganz aktuell „Artus – Excalibur“, welches zurzeit noch am Theater St. Gallen zu sehen ist, verantwortlich. Mit dem Song „Always“ von Bon Jovi zeigte Patric Scott, dass er auch hier mit seiner ganz eigenen Stimmfarbe punkten kann. Die erst 13-jährige Saphira Felix, die 2014 bei „The Voice Kids“ mit von der Partie war, begeistert mit „Open Arms“ von Journey und bewies, dass sich hinter ihrer Stimme grosses Potential verbirgt. Bevor der Hauptgang des Menüs serviert wurde, sangen Patric Scott, Kristina Love und das Ensemble „Listen“ von den Dreamgirls.

***
Perlhuhnbrust an Barolosauce mit Maisgalette und Gemüse
***

IMG_0624

Mit der „Anneliese und Wolfgang Show“ wurde eine Sketcheinlage vom vorherigen Jahr aufgegriffen und etwas ausgebaut – Musikantenstadel & Co etwas auf die Schippe genommen. Gerade die „Streitereien“ von Anneliese (Franziska Lessing) und Wolfgang (Patric Scott) sorgten für Unterhaltung. Amüsant war auch der Auftritt von Nathanael Schaer, der in seinem weissen Anzug einen richtigen Draufgänger gab.

***
Cecile’s Dessert Variation:
Strudel mit Mango und Cocos, Glacé von Veilchen und Appenzeller Biber,
Crème Brûlèe mit Passionsfrucht, Parfait vom Lebkuchen
***

IMG_0627

Nach dem fantastischen Essen wurde der letzte musikalische Block mit der neuen Single „Stay“ von Patric Scott eingeleitet. Anschliessend sorgten die Damen im Ensemble für „Fever“ im Rittersaal. Der Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero schrieb für sein Album Männersachen den Song „Zieh die Schuh aus“. Der Song behandelt auf ironische Weise den Geschlechterkampf. Wunderbar interpretiert von Nathanael Schaer und Patric Scott. Mit dem kraftvoll interpretierten Song „Singt hinauf zum Himmel“ aus dem Musical Sister Act machten die Damen als Nonnen verkleidet erneut eine gute Figur auf der Bühne. Gemeinsam mit Patric Scott, der diesen Song auch komponiert hat, sang Saphira Felix „Thankful“. Den Abschluss bildete ein Medley aus den Liedern „Love on the top“, „Happy“ und „Fame“.

Das Music Dinner 2014 war eine abwechslungsreiche Kombination aus Gaumenfreuden auf höchster Ebene und sehr gelungener musikalischer Unterhaltung in einem angenehmen Ambiente. Der Dank geht an die Schlossherren Cecile & Peter Kaiser, deren fantastisches Team und an Patric Scott & Friends für die wunderbare musikalische Unterhaltung.

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Mittlerweile zum vierten Mal führte Ende Mai der Weg nach Ettelbréck/Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Zum 125jährigen Jubiläum hiess es 2014 „The Best of Musical“. Unterstützt wurde das Orchester der Harmonie Union Troisvierges auch in diesem Jahr durch das Streichorchesters L’Estro Armonico und L’s just for Jazz Band sowie den Solisten Valerie Link, Marco Fahrland, Jana Stelley und Kasper Holmboe.

Das „Phantom der Oper“ ist ein 1986 uraufgeführtes Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe, das auf dem Roman Le Fantôme de l’Opéra des Franzosen Gaston Leroux von 1911 basiert. Den Auftakt bildete eine instrumentale Reise durch die Melodien von Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Ein Genuss dieser wunderbaren Musik von Webber zu lauschen, gerade wenn ein so stark aufspielendes Orchester diese zu Gehör bringt. Valerie Link, die zurzeit die Hauptrolle der Christine Daaé im „Phantom der Oper“ in Hamburg spielt, sang mit ihrer gefühlvollen klaren Sopranstimme „Think of me“ und wurde von Marco Fahrland als Raoul, der als Cover dieser Rolle ebenfalls in Hamburg zu sehen ist, unterstützt. Mit „Phantom of the Opera“ zeigten Valerie Link und Kasper Holmboe eine harmonisch klingende Version des Klassikers. Mit seiner warmen einfühlsamen Tenorstimme interpretierte Kasper Holmboe ein „Music of the Night“ mit Gänsehautfaktor – einfach fantastisch. Link und Fahrland berührten mit ihrer Version von „All I ask of you“. Mit „Till I hear you sing“ kehrte Holmboe die leidende Seite des Phantoms klangvoll heraus.

Das Musical „Chess“ stammt aus dem Jahr 1984. Die Musik wurde von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe ABBA komponiert. Die Texte stammen aus der Feder von Tim Rice und Björn Ulvaeus. Mit den „Highlights from Chess“ zeigte das Orchester der Harmonie Union Troisvierges erneut seine Klasse. Mit dem Song „I know him so well“ bewiesen Jana Stelley und Valerie Link wie wohlklingend ihre Stimmen miteinander harmonieren. Marco Fahrland gelang mit „Anthem“ eine stimmlich starke Leistung. Aus der musikalischen Feder von Lloyd Webber stammen ebenfalls die Musicals „Cats“ und „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“. Mit „Memory“ aus „Cats“ zeigte Jana Stelley eine gefühlvolle Interpretation des Songs genauso wie Marco Fahrland mit „Any dream will do“ aus „Joseph“. Ein Beitrag welcher beim Publikum bereits im Jahr 2012 für Begeisterung sorgte ist „He lives in you“ aus dem Musical „König der Löwen“. Jana Stelley zeigte erneut welche Power in ihrer Stimme steckt und begeisterte mit dieser Version des Songs.

Durch viele erfolgreiche Coverversionen ist Titel „I got Rhythm“ von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Text) mittlerweile zu einem Jazzstandard geworden. Ursprünglich stammt das Lied aus dem Stück „Girl Crazy“ aus dem Jahr 1930. Mit einer lebendigen jazzigen Darbietung des Orchesters der Harmonie Union begeisterte das Stück ebenfalls in Ettelbréck. Bei einer „The Best of Musical“-Gala darf „Les Miserable“ nicht fehlen. Das Musical stammt von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto). Die Handlung basiert auf dem Roman Die Elenden von Victor Hugo. Alle vier Solisten standen bereits in dem Musical auf der Bühne. Link und Stelley gemeinsam als Cosette und Eponine in der Berliner Produktion, Fahrland als Marius in Altenburg und Holmboe als Bischof von Digne, Javert und Jean Valjean in Duisburg und Berlin. Mit „I dreamed a Dream“ und „On my Own“ berührte Jana Stelley erneut mit ihrer Stimme. Mit einfühlsamer kräftiger Stimme begeisterte Holmboe mit „Stars“. Link, Fahrland und Stelley sorgten bei „In my life / A Heart Full Of Love“ durch ihre klassisch ausgebildeten Stimmen, ihr Schauspiel und ihre Mimik für Gänsehaut. Alle vier Solisten und ein Teil der Orchester-Mitglieder sorgten bei „Do you hear the people sing“ für eine starke stimmgewaltige Darbietung.

Danzón No. 2 ist eine Komposition des berühmten Mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Hier bewies das Orchester der Harmonie Union, dass es die lateinamerikanischen Rhythmen problemlos beherrscht. Aus Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ sangen Kasper Holmboe und Jana Stelley „Totale Finsternis“. Ein weiteres Highlight des Abends war das Lied „This is the Moment“ aus dem Musical „Jekyll und Hyde“, von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Buch und Texte), welches stimmgewaltig von Holmboe dargeboten wurde. „Jesus Christ Superstar“ und „Whistle down the Wind“ sind zwei weitere musikalische Werke von Andrew Lloyd Webber. Mit „Superstar“ zeigte Marco Fahrland eine stimmlich starke Leistung. Mit „The Vault of Heaven“ hatten alle Solisten nochmals einen gemeinsamen Auftritt. In beiden Songs wurden sie vom Nachwuchs der Harmonie Union stimmlich tatkräftig unterstützt. Generell sind die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union eine Erwähnung wert, denn egal ob instrumental oder stimmlich müssen sich die jungen Künstler nicht verstecken begeistern auf ganzer Linie. Werner Eckes dirigierte seine Musiker auch in diesem Jahr sicher, sauber und schwungvoll durch das Konzert.

Als Zugabe gab es „Music“ von John Miles. Der einfache Text besticht durch die zwei wohl bekanntesten Zeilen des Songs „Music was my first love and it will be my last“. Der Klassiker der Rockmusik ist definitiv in die Kategorie Lieblingssongs einzuordnen. „Music“ wurde von allen Solisten gesungen und einem hervorragend aufspielenden Orchester begleitet. Ein begeistertes Publikum klatschte im Takt mit. Der Abschluss eines wieder rundherum gelungenen Gala-Konzerts bildete noch einmal der Song „Do you hear the people sing“ aus „Les Miserable“. Am Ende gab es für alle Beteiligte Standing Ovation.

Fotogalerie:
Fotogalerie zur Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Sommernacht Dinslaken 2013- Rockig, Gefühlvoll und Gänsehaut pur

Sommernacht Dinslaken 2013- Rockig, Gefühlvoll und Gänsehaut pur

Wahrlich unter keinem Glücksstern stand im Vorfeld die Jubiläums-Sommernacht in Dinslaken – 15 Jahre und noch nie gab es so viele Wechsel in der Besetzung wie in diesem Jahr. Jan Ammann und Sabrina Weckerlin sagten bereits zu einem frühen Zeitpunkt ab. Als Ersatz konnten Christian A. Müller und Valerie Link gewonnen werden. Die nächste Absage folgte von Serkan Kaya – für ihn sprang Rob Fowler in die Presche. Am Tag der Veranstaltung musste kurzfristig dann noch Pia Douwes absagen, da sie in Thun gebraucht wurde – als Spontan-Ersatz wurde Maricel verpflichtet.

Im Vorprogramm in diesem Jahr stand das 30-köpfige Ensemble des Sound of Music Chor (Chorleitung: Mario Stork) auf der Bühne. Mit „Will I“ aus dem Musical „Rent“ gelang dem Chor ein wunderbarer Einstieg. Die Mädels des Chors sangen „Little Shop of Horrors“ – das groovte und machte Lust auf mehr. Auch die Solisten waren fantastisch. Jennifer Boldt sang ein starkes Intro zu dem Song „Downtown (Skid Row)“. Melanie Berka als „Audrey“ und Ingbert Edenhofer als „Seymour“ konnten ebenfalls überzeugen. Ein gefühlvolles „Bui Doi“ präsentierte der Chor und Solist Dennis Schäfer – Gänsehaut, die Erste. Der nächste Knaller folgte mit „Milch“ aus dem Musical „Elisabeth“ mit einem tollen Andreas Robitzky als Lucheni. Mit „Ich hab geträumt“ gelang auch Bettina Lindenblatt ein schöner Auftritt. Das letzte Stück des Chors im Vorprogramm war „Bethlehem“ aus dem Musical „Martin Guerre“. Die Moderation von Thomas Reese war spritzig und amüsant. Von diesem stimmgewaltigen Chor wünscht man sich in Zukunft mehr zu hören – was da gezeigt wurde war grandios!

Die Solisten der 15. Sommernacht des Musicals waren Maricel, Valerie Link, Jessica Kessler, Rob Fowler, Christian A. Müller und Patrick Stanke. Unter der Musikalischen Leitung von Bertram Ernst agierte eine fantastische Band. Fast hatte man das Gefühl, dass die diesjährige Veranstaltung eine One-Man-Show von Stanke war, jedoch hatten die anderen Solisten einen grossen Anteil daran, dass die 15. Sommernacht ein voller Erfolg wurde. Die Moderation von Stanke war gelungen und unterhaltsam. Manchmal wäre etwas weniger mehr gewesen, denn eine x-fache Wiederholung über seine neue Figur war gegen Ende ein bisschen zu viel des Guten.

Den Beginn des Hauptteils bestritt Bertram Ernst mit den ersten Zeilen aus dem Song „Music was my first love“ ehe die Solisten links und rechts der Treppe im Burgtheater mit einstimmten. Patrick Stanke, der sich auf der Bühne in Eda Turnblad verwandelte, und Jessica Kessler sorgten mit „Willkommen in den Sixties“ aus „Hairspray“ für Rock’n’Roll. Rob Fowler, bekannt als Musical-Darsteller und als Teilnehmer der Casting-Show Voice of Germany sang ein stimmgewaltiges „Billy Jean“ ehe Valerie Link und Maricel mit „Rebecca“ aus dem gleichnamigen Musical zum ersten Mal die Bühne betraten. Unterhaltungswert hatte anschliessend definitiv Patrick Stanke alias Dr. Stakne und Christian A. Müller alias Heino mit dem Lied „Junge“. Mit „More than Words“ zeigte der Sommernacht-Chor sein können und dies gelang auf ganzer Linie.

Der folgende „Wicked“-Block mit einem rockigen Gitarrensolo Stankes von „Defying Gravity“, einem gelungenen und gefühlvollen „Wie ich bin“ sowie einem amüsanten „Heissgeliebt“ von Link und Stanke alias Elphaba hatte grossen Unterhaltungswert. Mit „Mein Sinn für Stil“ erinnerten Maricel und Stanke an die gemeinsame Zeit bei „Aida“ im Colloseum Theater Essen. Rockig wurde es mit „Hammer to Fall“ aus „We Will Rock You“ – herrlich zu sehen, wie Jessica Kessler und Rob Fowler sich gegenseitig angifteten und dabei sichtlich Spass hatten. An seiner Ausdauer muss Patrick Stanke, zumindest beim Thema Liegestützen, noch arbeiten. Gegen Rob Fowler hatte er bei „Eye of the Tiger“, im Original von der Band Survivor, aus dem Musical „Rocky“ nicht wirklich eine Chance. Locker und lässig machte Fowler einarmig und singend seine Liegestütze, während Stanke so seine Probleme hatte mitzuhalten.

Eine absolutes It-Girl, dazu noch blond, will Jura studieren, zuerst nur um es ihrem fast Verlobten zu zeigen, der diese Vorhaben für lächerlich erklärt. Zuerst belächelt und zum Schluss von allen geachtet – das ist die Geschichte der quirligen Elle Woods. Aus „Legally Blonde“ sang Jessica Kessler das Lied „So much better“. Den Abschluss eines gelungenen, witzigen und unterhaltsamen ersten Teils bildete „Nur Liebe bleibt“ aus „Rent“ – Solisten und der stimmgewaltige Sound of Music Chor sorgten für Gänsehaut.

Dass Christian A. Müller auch als Graf von Krolock durchgehen kann, bewies er gemeinsam mit Jessica Kessler bei „Totale Finsternis“ – von beiden mit klangschönen Stimmen gesungen. Das Musical „Once“ feiert in New York – Elf Tony Award Nominierungen, Acht davon gewonnen, unter anderem als Bestes Musical – und London grosse Erfolge. Der Song „Falling Slowly“ von Glen Hansard und Markéta Irglová gewann 2008 einen Oscar in der Kategorie Bester Song. Ein Lied voller Gefühl das ans Herz geht und genau dies gelang Valerie Link und Patrick Stanke mit ihrer Version bei der Sommernacht – einfach fantastisch.

Als Rob Fowler in „Sweet Transvestite“ aus der „Rocky Horror Show“ zu seinen Hüftschwung ansetzte johlte das Publikum in Dinslaken – die Rolle des Frank’n’Furtner ist dem Briten auf den Leib geschrieben. Um Träume zu erreichen muss man manchmal versuchen nach den Sternen zu greifen und genau diese Kernaussage steckt in dem Lied „Gold von den Sternen“ aus „Mozart“, welches gefühlvoll von Maricel interpretiert wurde. Zuerst Musical und dann Film – eine Tatsache, die in dieser Reihenfolge Seltenheitswert hat. Der Film „Les Miserable“ kam Ende 2012 in die Kinos – bei der diesjährigen Oscar- und Golden-Globe-Verleihung räumte der Film eine Vielzahl von Preisen ab. Das Musical von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto), nach dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo, feierte bereits im Jahr 1980 seine Uraufführung in Paris. Gefühlvoll sang Jessica Kessler Éponine‘s Lied „Nur für mich“. Grandios gesungen und zu Recht mit Standing Ovation bedacht wurde Christian A. Müller für die Darbietung des Songs „Bring ihn heim“. Gänsehaut pur war das „Lied des Volkes“, welches alle Solisten zusammen mit dem Sound of Music Chor sangen. Ein rundherum gelungener Songblock von Les Miserables.

Aus „Elisabeth“ folgten die Lieder „Die Schatten werden länger“, Stanke als Kronprinz Rudolf und Fowler als Tod sowie „Ich gehör nur mir“ von Maricel. Ein Song der auf fast keiner Sommernacht fehlt, sollte man die Worten von Patrick Stanke glauben, ist „Dies ist die Stunde“ aus Jekyll & Hyde. Die diesjährige Version, von Stanke gesungen, war eine Reggae-Version und eine durchaus hörenswerte Interpretation dieses Klassikers.

Valerie Link begeisterte mit ihrer klassischen Stimme bei einer Pop-Rock-Version von „Denk an mich“ aus dem Musical „Phantom der Oper“, welches im Dezember 2013 an die neue Flora nach Hamburg zurück kehrt. Mit „Til I hear you sing“ aus „Love never dies“ bewies Christian A. Müller erneut, dass er im klassischen Musicalbereich zu Hause ist. Natürlich durfte das Lied „Phantom der Oper“ nicht fehlen, welches von Link und Müller gefühlvoll und klangschön gesungen wurde. Mit „Time Warp“ aus der Rocky Horror Show und „We are the Champions“ aus „We Will Rock You“ sorgten Solisten und der Sound of Music Chor für einen gelungenen Abschluss der 15. Sommernacht im Burgtheater Dinslaken.

Fotogalerie:
Sommernacht des Musical 2013 in Dinslaken

Video-Impressionen:
Sommernacht des Musicals, Dinslaken 2013