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Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Mittlerweile zum vierten Mal führte Ende Mai der Weg nach Ettelbréck/Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Zum 125jährigen Jubiläum hiess es 2014 „The Best of Musical“. Unterstützt wurde das Orchester der Harmonie Union Troisvierges auch in diesem Jahr durch das Streichorchesters L’Estro Armonico und L’s just for Jazz Band sowie den Solisten Valerie Link, Marco Fahrland, Jana Stelley und Kasper Holmboe.

Das „Phantom der Oper“ ist ein 1986 uraufgeführtes Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe, das auf dem Roman Le Fantôme de l’Opéra des Franzosen Gaston Leroux von 1911 basiert. Den Auftakt bildete eine instrumentale Reise durch die Melodien von Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Ein Genuss dieser wunderbaren Musik von Webber zu lauschen, gerade wenn ein so stark aufspielendes Orchester diese zu Gehör bringt. Valerie Link, die zurzeit die Hauptrolle der Christine Daaé im „Phantom der Oper“ in Hamburg spielt, sang mit ihrer gefühlvollen klaren Sopranstimme „Think of me“ und wurde von Marco Fahrland als Raoul, der als Cover dieser Rolle ebenfalls in Hamburg zu sehen ist, unterstützt. Mit „Phantom of the Opera“ zeigten Valerie Link und Kasper Holmboe eine harmonisch klingende Version des Klassikers. Mit seiner warmen einfühlsamen Tenorstimme interpretierte Kasper Holmboe ein „Music of the Night“ mit Gänsehautfaktor – einfach fantastisch. Link und Fahrland berührten mit ihrer Version von „All I ask of you“. Mit „Till I hear you sing“ kehrte Holmboe die leidende Seite des Phantoms klangvoll heraus.

Das Musical „Chess“ stammt aus dem Jahr 1984. Die Musik wurde von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe ABBA komponiert. Die Texte stammen aus der Feder von Tim Rice und Björn Ulvaeus. Mit den „Highlights from Chess“ zeigte das Orchester der Harmonie Union Troisvierges erneut seine Klasse. Mit dem Song „I know him so well“ bewiesen Jana Stelley und Valerie Link wie wohlklingend ihre Stimmen miteinander harmonieren. Marco Fahrland gelang mit „Anthem“ eine stimmlich starke Leistung. Aus der musikalischen Feder von Lloyd Webber stammen ebenfalls die Musicals „Cats“ und „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“. Mit „Memory“ aus „Cats“ zeigte Jana Stelley eine gefühlvolle Interpretation des Songs genauso wie Marco Fahrland mit „Any dream will do“ aus „Joseph“. Ein Beitrag welcher beim Publikum bereits im Jahr 2012 für Begeisterung sorgte ist „He lives in you“ aus dem Musical „König der Löwen“. Jana Stelley zeigte erneut welche Power in ihrer Stimme steckt und begeisterte mit dieser Version des Songs.

Durch viele erfolgreiche Coverversionen ist Titel „I got Rhythm“ von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Text) mittlerweile zu einem Jazzstandard geworden. Ursprünglich stammt das Lied aus dem Stück „Girl Crazy“ aus dem Jahr 1930. Mit einer lebendigen jazzigen Darbietung des Orchesters der Harmonie Union begeisterte das Stück ebenfalls in Ettelbréck. Bei einer „The Best of Musical“-Gala darf „Les Miserable“ nicht fehlen. Das Musical stammt von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto). Die Handlung basiert auf dem Roman Die Elenden von Victor Hugo. Alle vier Solisten standen bereits in dem Musical auf der Bühne. Link und Stelley gemeinsam als Cosette und Eponine in der Berliner Produktion, Fahrland als Marius in Altenburg und Holmboe als Bischof von Digne, Javert und Jean Valjean in Duisburg und Berlin. Mit „I dreamed a Dream“ und „On my Own“ berührte Jana Stelley erneut mit ihrer Stimme. Mit einfühlsamer kräftiger Stimme begeisterte Holmboe mit „Stars“. Link, Fahrland und Stelley sorgten bei „In my life / A Heart Full Of Love“ durch ihre klassisch ausgebildeten Stimmen, ihr Schauspiel und ihre Mimik für Gänsehaut. Alle vier Solisten und ein Teil der Orchester-Mitglieder sorgten bei „Do you hear the people sing“ für eine starke stimmgewaltige Darbietung.

Danzón No. 2 ist eine Komposition des berühmten Mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Hier bewies das Orchester der Harmonie Union, dass es die lateinamerikanischen Rhythmen problemlos beherrscht. Aus Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ sangen Kasper Holmboe und Jana Stelley „Totale Finsternis“. Ein weiteres Highlight des Abends war das Lied „This is the Moment“ aus dem Musical „Jekyll und Hyde“, von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Buch und Texte), welches stimmgewaltig von Holmboe dargeboten wurde. „Jesus Christ Superstar“ und „Whistle down the Wind“ sind zwei weitere musikalische Werke von Andrew Lloyd Webber. Mit „Superstar“ zeigte Marco Fahrland eine stimmlich starke Leistung. Mit „The Vault of Heaven“ hatten alle Solisten nochmals einen gemeinsamen Auftritt. In beiden Songs wurden sie vom Nachwuchs der Harmonie Union stimmlich tatkräftig unterstützt. Generell sind die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union eine Erwähnung wert, denn egal ob instrumental oder stimmlich müssen sich die jungen Künstler nicht verstecken begeistern auf ganzer Linie. Werner Eckes dirigierte seine Musiker auch in diesem Jahr sicher, sauber und schwungvoll durch das Konzert.

Als Zugabe gab es „Music“ von John Miles. Der einfache Text besticht durch die zwei wohl bekanntesten Zeilen des Songs „Music was my first love and it will be my last“. Der Klassiker der Rockmusik ist definitiv in die Kategorie Lieblingssongs einzuordnen. „Music“ wurde von allen Solisten gesungen und einem hervorragend aufspielenden Orchester begleitet. Ein begeistertes Publikum klatschte im Takt mit. Der Abschluss eines wieder rundherum gelungenen Gala-Konzerts bildete noch einmal der Song „Do you hear the people sing“ aus „Les Miserable“. Am Ende gab es für alle Beteiligte Standing Ovation.

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Gelungene Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Gelungene Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Im dritten Jahr hintereinander führte Ende Mai die Reise nach Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Unter dem Titel „Film, Swing & Musical“ präsentierte die Harmonie Union mit ihren Solisten Jana Stelley, Valerie Link und Marco Fahrland ein buntes Programm aus der Film-, Swing- und Musical-Welt. Wie schon im letzten Jahr wurde die Harmonie Union von den Musikern und Musikerinnen des Streichorchesters L‘Estro Armonico und die L‘s Just for Jazz Band unterstützt. 

Mit der Filmmusik aus „Lord of the Rings: Hobbits“ gelang der Harmonie Union ein wunderbarer instrumentaler Auftakt des Abends. Filmmusik bekommt oft nicht genügend Aufmerksamkeit und wenn man sie dann mal ausserhalb der Filme hört, fällt oftmals erst dann auf, wie schön manche Stücke klingen. Valerie Link zeigte eine gefühlvolle Interpretation von „As time goes by“ – ein Stück, dass 1931 von Herman Hupfeld für das Musical „Everbody’s Welcome“ geschrieben und 1942 von Dooley Wilson in dem Film „Casablanca“ gesungen wurde. Bette Midler hatte 1979 im Film „The Rose“ das gleichnamige Lied berühmt gemacht und es zählt heute zu einem der schönsten Filmsongs – eine wunderbar dargebotene Version gelang Jana Stelley und Valerie Link – Gänsehaut pur! Die Titelmelodie aus „Ghost“ mit Patrick Swayze und Demi Moore „Unchained Melody“ durfte in dieser Riege der Filmsongs nicht fehlen – Marco Fahrland und Jana Stelley zeigten eine harmonisch berührende Version dieses unvergessenen Titels.

Jules Verne war ohne Frage einer der grössten französischen Schriftsteller und begeistert mit seinen Erzählungen noch heute jung und alt. Instrumental-Versionen zu dem Titel „Reise um die Welt in 80 Tagen“ gibt es viele, aber nicht so viele gibt es, die so gut gespielt werden wie die Version des Orchesters der Harmonie Union. Diese Version nahm das Publikum wirklich mit auf die Reise von Phileas Fogg und seinen Helfern. In jedem Land mit seinem jeweiligen Musikstil hatte man das Gefühl vor Ort zu sein. Viel zu schnell war diese Reise vorbei. Mit „When the Saints Go Marching In“ ging es jazzig weiter und Jana Stelley zeigte hier erneut, welche Varianz in ihrer Stimme steckt. Das ursprüngliche geistliche Lied hat sich im Laufe der Jahre zu einem wahren Jazzstandard entwickelt. Auf ging es in den wilden Westen. Mit „Moment for Morricone“ überzeugte das Orchester der Harmonie Troisvierges erneut. Zwischen den beiden instrumentalen Western-Stücken wurde der Titel „C’era una volta il West“ eingebaut, was eine interessante Abwechslung war. Valerie Link stellte hier einmal mehr unter Beweis, wie schön und gefühlvoll ihre klassische Stimme klingt. Ein weiterer Gänsehaut-Moment des Abends. Unterstützt wurde sie hier von zwei jungen Damen der Harmonie Union, die bereits im letzten Jahr durch schöne Stimmen auf sich aufmerksam gemacht hatten sowie Jana Stelley und Marco Fahrland. Mit „The Windmills of your Mind“ aus dem Film „The Thomas Crown Affair“ gelingt Jana Stelley eine tolle Darbietung.

Mit „Strike up the Band“ von George und Ira Gershwin aus dem gleichnamigen Musical eröffnete Jana Stelley den zweiten Teil der Musical-Gala in Luxemburg. Witzig war auch hier die Sketch-Einlage von Werner Eckes, dem Dirigent der Harmonie Union, der das Orchester sicher und schwungvoll durch den Abend führte. Mit dem Übertitel „Swinging Broadway“ folgte ein weiterer Programmpunkt des Abend. Jana Stelley, Marco Fahrland und Valerie Link sorgten mit Songs wie „Halleluja, I love him so“, I’ve got you under my skin“, „Save the last dance for me“, „Have you met Miss Jones“ und „Fly me tot he moon“ für einen wirklich tollen Swing-Teil und auch das Orchester stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union konnte sich ebenfalls hören lassen und begeisterte.

Einen weiteren wunderschönen Instrumental-Teil bot das circa 80-köpfige Orchester mit der Musik aus dem Musical „Tintin, Prisoners of the Sun“, welches auf dem 14. Buch der Abendteuer von Tim und Struppi beruht. Eine sehr berührende aber auch mitreissende Musik, die da den Zuhörern geboten wurde. Natürlich durfte, sollte man dem Programmheft glauben, auch der Musical-Teil nicht fehlen. Den Anfang machten Valerie Link und Marco Fahrland mit „Hilf mir durch Nacht“ aus dem Kunze/Levay-Musical „Rebecca“. Valerie Link, die bis Januar 2013 die Hauptrolle der „Ich“ in der Stuttgarter Aufführung des Stückes verkörperte, und Marco Fahrland harmonierten wunderbar und liessen die Erinnerungen an das Stück wieder aufleben. Dass immer mehr erfolgreiche Filme zu Musicals gemacht werden, zeigt sich auch bei dem Stück „Bodyguard“. Jana Stelley sorgte mit ihrer gefühlvollen Interpretation von „I will always love you“, im Original von der grossartigen Whitney Houston gesungen, für einen weiteren Gänsehaut-Moment. Zu erwähnen auch hier die Saxophon-Einlage des Harmonie Union Nachwuchses. Einfach fantastisch!

Mit „I’m a believer“ aus dem Musical „Shrek“ wurde, nach dem etwas ruhigeren Beginn des Musical-Blocks ein Tempostück gespielt, das sofort zum mitmachen anstiftete und so klatschte oder bewegte sich das Publikum im Takt mit. Weiter ging es mit „You can’t stop the beat“ aus dem Musical „Hairspray“. Erwähnen muss man hier wieder den Nachwuchs der Harmonie Union, der als Chor oder auch Solo für mächtig Alarm im Auer am CAPe sorgte und wirklich eine tolle zusätzliche Einlage zu den drei Solisten bot. Ein begeistertes Publikum bekam als Zugabe „Bohemian Rhapsody“ und ein Medley von ABBA. Den Abschluss einer wieder rundherum gelungenen Gala bildete noch einmal der Song „I’m a believer“.

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Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Hörgenuss: „Film meets Musical“ in Luxemburg

Hörgenuss: „Film meets Musical“ in Luxemburg

Musik ist ein weit dehnbarer Begriff. Was jedoch die Harmonie Union Troisvierges unter der Leitung von Werner Eckes bei derMusicalgala „The Night of the Proms – Film meets Musical“ unter diesem Begriff dargeboten hat, war Hörgenuss auf hohem Niveau. Unterstützt wurden sie dabei von dem Streichorchester L‘Estro Armonico und der L‘s Just for Jazz Band sowie den Gesangssolisten Valerie Link („Wicked“), Jana Stelley („Kein Pardon“) und Marco Fahrland („Wicked“).

Den instrumentalen Auftakt bildete die „Opening Night on Broadway“ mit Stücken aus Musicals wie „Avenue Q“, „Spamalot“, „Wicked“ und „The Lion King“. Dies war der Anfang einer Reise quer durch die Welt von Film und Musical. Bei der „West Side Story“ betraten Marco Fahrland und Valerie Link zum ersten Mal die Bühne.Beiden gelang mit „Tonight“ eine überzeugende, stimmlich harmonische Darbietung. Vor allem Valerie Link gefiel hier mit ihrem klassischen Sopran. Viel Gefühl in Darstellung und Stimme gelang Link und Fahrland außerdem bei „One Hand, one Heart“.

Bei den instrumental dargebotenen Nummern „Officer Krupke“, „Mambo“ und „America“ konnte schließlich das hervorragende Orchester überzeugen. Bei der „Bohemian Rhapsody“, einem Rockklassiker von Queen, war die musikalische Wucht des circa 80-köpfigen Orchesters dann fast schon spürbar, und Jana Stelley ließ bei „A Boy like that“ ihr ausdrucksstarkes Timbre erklingen.

Dass „The Lion King“ einer der größten Filmerfolge von Disney ist, ist unumstritten. Schon bei den ersten Klängen wurden die Zuhörer von Luxemburg nach Afrika entführt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch der Backgroundchor der Harmonie Union, der von einem Teil der jugendlichen Mitglieder gestellt wurde, die ihr Instrument dafür zur Seite legten. Mit „The Circle of Life“ stellte Jana Stelley unter Beweis, welche Varianz sie in ihrer Stimme hat. Marco Fahrland gelang mit „Can you feel the Love tonight“ eine weitere wunderbare gesangliche Leistung. Das Ende eines mehr als gelungenen ersten Teils war der Song „He lives in you“: Afrikanische Klänge gepaart mit einer stimmlichen Darbietung von Jana Stelley, die fast den Atem raubte.

Unter dem Titel „Disney Fantasy“ stimmten unter anderem Melodien wie der „Micky-Maus-Marsch“, „It‘s a small World“ und „When you wish upon a Star“ das Publikum auf den zweiten Teil der Musicalgala ein. Einige der schönsten Filmmusiken stammen zweifelsohne aus dem Hause Disney. Valerie Link berührte mit „Colors of the Wind“ aus „Pocahontas“ nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit den kleinen Gesten, die sie in ihre Interpretation des Songs eingebaut hatte.

Mit jazziger Stimmfärbung sang Jana Stelley „He‘s a Tramp“ aus „Lady and the Tramp“, während sie bei „Beauty and the Beast“ zeigte, dass ihr auch sanfte Töne sehr gut gelingen. Bei dem Duett „A whole new World“ aus „Aladdin“ harmonierten letztlich Valerie Link und Marco Fahrland ganz wunderbar miteinander, so dass dieses Lied zu einem Höhepunkt des Abends wurde.

Die Harmonie Union wiederum spielte eine wundervolle Instrumentalnummer aus „Robin Hood – Prince of Thieves“, bevor Jana Stelley und Marco Fahrland gemeinsam mit dem Chor und den Songs „Dirty Dancing“, „Hopelessly devoted to you“ und „Summer Nights“ die Zuhörer in die Zeit des Rock’n’Rolls entführten. Es folgte ein ABBA-Medley aus „Dancing Queen“, „I have a Dream“ und „Waterloo“, bei dem die Solisten zum ersten Mal im Rahmen dieses Konzerts zu dritt auf der Bühne standen und bewiesen, wie grandios sie stimmlich miteinander harmonierten. Nachdem das Publikum Standing Ovations spendete, bildeten die Songs „He lives in you“ aus „The Lion King“ und die ABBA-Nummer „Waterloo“ den Abschluss der gelungenen Gala.

 

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Gala ‚London West End‘ in Troisvierges, Luxemburg

Gala ‚London West End‘ in Troisvierges, Luxemburg

Eigentlich verrückt aus der Schweiz nach Luxemburg zu fahren. Da es sich aber mit einem Besuch in Fulda bei ‚Der Päpstin‘ verbinden lies, war alles nur halb so verrückt. Ausserdem hatten wir für unseren kleinen Ausflug drei Tage Zeit.

In Troisvierges angekommen haben wir das Auto in der Nähe der Sporthalle abgestellt und uns dann ein bisschen umgeschaut. Das umschauen hatte sich relativ schnell erledigt, da das Örtchen nicht sonderlich gross war. So verbrachten wir ein bisschen Zeit im Park und hatten dabei eine Menge Spass…

Um 19.30 Uhr war Einlass – Seit Ludwigsburg finde ich ja solche Orchester, was ich bisher noch nie so wahrgenommen hatte, was total schönes. Hier waren noch Streicher mit dabei, was das Ganze noch etwas abrundete. Grob geschätzt würde ich mal sagen, dass es aus ca. 60-70 Leuten jeder Altersklasse bestand.

Die Begrüssung des Publikums wurde in der Landessprache Lëtzebuergsch gehalten, aber auch die angereisten Fans wurden nicht vergessen. Wenn man gut zuhörte, dann konnte man doch einiges verstehen. Den ersten Teil der Gala bildet ein Instrumental Teil aus Phantom der Oper. Gefiel mehr sehr gut! Valerie Link und Christian A. Müller sangen ‚All I ask of you‘ und sorgten zumindest bei mir für die erste Gänsehaut des Abends. Einfach wunderschön! Die Stimme von Alexander A. Müller überzeugte mich schon bei der Tournee der Musical Tenors in Filderstadt und der erste Eindruck bestätigte sich für mich in Luxemburg erneut, ein Genuss ihm zu zuhören. Auch Valerie hat eine wunderschöne Stimme und es war toll sie mal ausserhalb ihrer ‚Glinda‘-Rolle singen zu hören. Gerne mehr davon!

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Nach ‚Phantom der Oper‘ folgten Stücke aus ‚Love never dies‘. Die Fortsetzung von ‚Phantom der Oper‘. Für mich das erste Mal, dass ich daraus Musik hörte, da ich mich damit noch nicht wirklich auseinander gesetzt hatte. Maike Switzer kannte ich bisher nur von der CD-Aufnahme von Marie Antoinette und fand sie toll. Deswegen war ich echt gespannt sie mal live zu sehen und zu hören. ‚Look in your heart‘ fand ich super von ihr gesungen und auch ihr ‚Sohn‘ (eine Junge aus dem Orchester) machte seine Sache echt toll. Die beiden weiteren Stücke aus ‚Love neve dies‘ waren auch richtig toll, sowohl gesanglich als auch musikalisch. Insgesamt ist mir die Musik in dem Stück etwas zu klassisch angelegt. Da ich kein Klassik-Fan bin, wird das ein Musical sein, welches ich mir nicht anschauen werde.

Es folgte ein kleiner Ausschnitt aus ‚We will Rock you‘ – hervorragend von Roberta Valentini & Marco Fahrland gesungen. Somit waren die Solisten der Musical-Gala komplett.

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Seit Ludwigsburg bin ich ein Fan von Orchestern die Big Band mässig spielen können. Wohl auch deshalb, weil ich bis dato keine Ahnung hatte, wie toll das sein kann. Der nächste Teil hiess Ronnie’s Jazz Club, Soho. Gestartet wurde mit ‚Aint’t that kick in the head‘. Mein Fuss wollte gar nicht mehr still halten, richtig super und auch wieder toll von Alexander A. Müller gesungen. ‚The way we are‘ wurde von Maike Switzer gesungen. Roberta Valentini & Marco Fahrland trugen mit ‚Let’s call the whole thing off‘ ebenfalls ihren Teil zu Ronnies’s Jazz Club bei.

An dieser Stelle möchte ich auch mal das Orchester mit seinem Dirigenten Werner Eckes erwähnen. Ganz ganz grosses Klasse was da abgeliefert wurde!

Vor der Pause haben einige jüngere aus dem Orchester zusammen mit den Solisten ‚The keys to the thoughts of heaven‘ gesungen. Ein toller Abschluss für einen hervorragenden ersten Teil, welcher definitiv Lust auf mehr machte.

Gestartet wurde in den 2. Teil mit einem Instrumentalen Teil aus dem ‚Wizard of Oz‘. Eine junge Dame, die zum Orchester gehörte sang ‚Over the rainbow‘. Sie hatte eine tolle Stimme! Leider weiss ich nicht mehr wie sie heisst. 

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Weiter ging es mit einem Wicked-Block. Zuerst wieder ein toller Instrumental Teil des Orchesters. ‚Der Zauber und ich‘, war das erste Lied. Weiter ging es mit ‚Was fühl ich in mir‘. Es war schön unsere Wicked-Darstellerinnen die Lieder mal ohne Schminke und Kostüme singen zu hören. Das ist irgendwie eine ganz andere Mimik und man bekommt auch ganz andere Eindrücke. Fand es echt interessant. ‚Heissgeliebt‘ war richtig klasse. Abgesehen von dem tollen Gesang den Roberta & Valerie boten, lieferte Letztere den Lacher des Abends ab. Zuerst schnappte sie sich den Dirigentenstab und funktionierte diesen zum Zauberstab um. Bei der Prüfung warum dieses Ding nicht funktionieren wollte, sagte sie ‚Ist das Ding überhaupt an‘ auf Lëtzebuergesch. Das Publikum hat sich weg gehauen vor Lachen. Das war echt genial! Roberta konnte nicht mehr und auch das Orchester samt Dirigent musste lachen. Danach folgte ‚So lang ich dich hab‘. Der Fiyeroteil wurde von Christian gesungen. Sehr schön. ‚Frei und Schwerelos‘ war echt klasse gesungen von Roberta, auch wenn sie zum Schluss Probleme mit ihrer Stimme hatte. Das letzte Lied aus dem Wicked-Block war ‚Wie ich bin‘ – super schön!

Aus dem Musical ‚Hair‘, welches ich auch noch nicht gesehen habe, wurde Aquarius gesungen. Das Lied wurde von allen Solisten gesungen, die Ladies ganz cool mit Sonnenbrillen. Das Publikum klatschte bei diesem Song fleissig mit. Schön war auch, dass nochmal alle zusammen ein Stück sangen. War echt toll! Und weiter ging es mit ‚Let the sunshine in‘. Jetzt sass fast keiner mehr still auf dem Stuhl und es wurde kräftig mitgeklatscht. Als nächstes folgte ‚We will Rock you‘ und man merkte sofort, wer das Stück schon mal gesehen hatte und der Rest lies sich anstecken…echt klasse! Die jüngsten des Orchesters standen jetzt mit Hawaii-Blumenkranz um den Hals auf der Bühne und machten kräftig mit inkl. eine Runde abklatschen mit Maike, Marco, Valerie, Roberta und Christian. Auf den Stühlen sassen wir schon lange nicht mehr…Zum Schluss sangen die Kids und die Solisten nochmals ‚The keys to the thoughts of heaven‘.

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Ein super schönes Konzert ging wie immer viel zu schnell zu Ende. Das sich die Fahrt nach Luxemburg auf jeden Fall gelohnt hat, muss ich hier glaub ich nicht erwähnen. Der Dirigent verriet noch, dass die neue Produktion fürs nächste Jahr – ‚The last night of the proms‘ lautet. Wir werden sehen, ob uns der Weg noch mal nach Troisvierges führt. Wir hoffen es!

Vielen Dank an das Orchester ‚Harmonie Union Troisvierges‘ mit ihrem Dirigenten Werner Eckes, an die Solisten Valerie Link, Roberta Valentini, Maike Switzer, Christian A. Müller, Marco Fahrland und allen Beteiligten für einen wunderschönen Abend!