KJO Musical-Gala Ludwigsburg

KJO Musical-Gala Ludwigsburg

Am 28. Mai führte die Reise nach Ludwigsburg zur Musical-Gala 2011 im Forum. Bisher kannte ich die beiden CDs 2007/2008 der KJO Musical-Galas und hatte nur eine ungefähre Ahnung was mich erwarten würden. Das KJO und sein ‚Schirmherr‘ Kevin Tarte laden jedes Jahr bekannte Sänger und Sängerinnen aus dem Musical-Bereich ein. So konnte man sich in diesem Jahr auf Carolin Fortenbacher und Andreas Lichternberger freuen. Letzter musste leider passen, da ihn eine Kehlkopfentzündung ausser Gefecht gesetzt hatte. Als kurzfristiger Ersatz sprang Kasper Holmboe ein. 

Hintergrunginfo zum KJO Ludwigsburg:

Das Auswahl-Orchester (mehrheitlich Blasinstrumente) besteht aus 85 Musikerinnen und Musikern zwischen 12 und 21 Jahren. Dirigent ist seit 1998 Roland Haug. Das KJO ist ein hervorragendes Aushängeschild für den Grossraum Stuttgart im In- und Ausland. Das Repertoire des Orchester umfasst Originale sinfonische Blasmusik, Adaptionen aus Oper/Klassik, Swing, Musical und vieles mehr.


Um 19.30 Uhr ging es Richtung Eingang. Das Forum ist recht überschaubar und ein super schöner Saal. Um kurz nach 20 Uhr ging es los. Die Präsentation übernahm eine junge Dame des KJO. Hut ab, wie dieses junge Mädel das gemacht hat. Daumen hoch!

Das KJO startete mit dem Instrumentalstück ‚Sedona‘. Da war ich schon zum ersten Mal beeindruckt. Fasziniert hörte ich was diese jungen Musiker spielten und die Wucht die da von der Bühne ausging war schon was besonderes. Nach diesem tollen Beginn hatte dann Kasper Holmboe seinen ersten Auftritt mit ‚Impossible Dream‘. Was für eine Stimme. Wow! Carolin Fortenbacher folgte anschliessend mit ‚Hinterm Ozean‘. Ein wunderschönes Lied und eine tolle Stimme. Dann kam Kevin! Wobei ich sagen muss, dass mir seine Version von ‚Blue Moon‘ nicht ganz so gut gefallen hat. Das anschliessende Duett ‚So in Love‘ mit Carolin Fortenbacher gefiel dagegen sehr gut. Mit ‚I do it for you‘ bewies Holmboe erneut was für eine tolle Stimme er hat. Das KJO begleitete die Sänger hervorragend. Ein wirklicher Genuss! Mit ‚Mack the Knife‘ zeigten Kevin & Kasper wie toll ihre Stimmen miteinander harmonierten. Das KJO swingte und die Leute im Forum mit. Das nächste Lied von Carolin Fortenbacher ‚Liebesramadan‘ lag mir nicht so sehr, auch wenn es toll gesungen war. Nun folgten zwei italienische Nummern von Kevin ‚Mattinata‘ und ‚Mamma‘, welches er auch allen Mamas widmete. Hier konnte man die hervorragende Klassik-Stimme von Kevin so richtig geniessen. Mit ‚La Rodana‘ folgte ein instrumentales Stück des KJO. Super! ‚Bleib doch bis zum Frühstück‘ wurde von Kasper gesungen und war der Anfang eines Udo Jürgens-Ich war noch niemals in New York-Medleys. Kevin Tarte vergass bei Griechischer Wein mal kurz den Text, was aber recht lustig war. Da sang auch Till Kleine-Möller, ein Newcomer, mit – später mehr zu ihm.

Nach der Pause entführte uns das KJO auf eine Reise. ’80 Tage um die Welt‘ hiess das Stück und enthielt mehrere Musikstile aus der ganzen Welt. Wegen mir hätte die Reise noch ein bisschen länger gehen können, denn ich fand das Stück richtig klasse! Danach wurde Till Kleine-Möller von Kevin Tarte näher vorgestellt. Tarte wollte uns das Bundesland sagen aus dem Kleine-Möller kommt (Mecklenburg-Vorpommern), schweifte aber ab zu ‚Volkornbrot‘ und beliess es dann dabei, dass er aus der Nähe von Schwerin kommt. Ich konnte nicht mehr. Das war der Lacher des Abends. Danke dafür! Weiter ging es mit einem Michael Bubbley-Medley. Kleine-Möller sang ‚Feeling Good‘. So wirklich gefallen hat es mir nicht, aber in Anbetracht dessen, dass er noch jung ist und seine Ausbildung jetzt erst richtig startet, bin ich mal gespannt was man von ihm noch hören wird. Diese Runde Swing macht wieder sehr viel Spass und es war wirklich schwer sitzen zu bleiben. Am liebsten hätte ich mit gegroovt. Carolin Fortenbacher ‚Diamons are forever‘ war super gesungen, allerdings war die Suche nach dem ‚Brilli‘ leicht nervig. Ihr anschliessendes Lied ‚Fever‘ war wiederum lustig. Kevin Tarte & Kasper Holmboe bewiesen mit ‚Me and my Shadow‘ erneut wie gut ihre Stimmen harmonierten. Einfach toll!

Es folgte ein instrumental Teil des KJO ‚Os Passaros de Brazil‘. Diese Stücke brachten eine schöne Abwechslung in den Ablauf. Till Kleine-Möller folgte mit ‚My Way‘ welches er in Englisch, Deutsch und Russisch sang. Auch hier vermochte er mich nicht ganz zu überzeugen. Aus ‚Le Miserable‘ sang Kasper Holmboe ‚Stars‘. Seine Stimme gefiel mir bis dahin super gut, doch nach diesem Lied war ich gefangen! Fortenbacher sang ‚Falsches Jahrhundert‘ mit einer Mischung aus Musical- und Klassik-Stimme. Diese höhen Töne waren unglaublich! den Abschluss bildete ein Medley aus Mama Mia. Hier war Carolin Fortenbacher nicht ganz Textsicher, aber sie reimte spontan was zusammen was für Erheiterung im Forum sorgte. Gut gemacht! Der Klassiker ‚Sag ich will‘, welchen ich von den CDs her schon kannte, durfte natürlich auch nicht fehlen. Nach dem Reprise von ‚Me and my Shadow‘ war dann Schluss. Mit einem nicht enden wollenden Applaus wurden die Künstler und das KJO mit seinem Dirigenten Roland Haug verabschiedet.

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