Helene Fischer, Sommer-Event Basel, Juli 2013

Helene Fischer, Sommer-Event Basel, Juli 2013

What a night, so könnte man den Abend im nicht ganz ausverkauften Basler St. Jakobspark beschreiben. Fast pünktlich zum Abend hörte es auf zu Regnen und ein milder Abend bescherte dem Schweizer Publikum eine bestens aufgelegte Helene Fischer. Auch wenn das Schweizer Publikum die Männer von Santiago etwas zurückhaltend empfing und Fragen aufkamen wie „Chömmed die us Hamburg?“, gelang es den Nordlichtern das Grundgerüst für einen schönen und unglaublich tollen Konzertabend zu legen.

Nach der 20 minütigen Umbauphase, schwebte Helene Fischer fast pünktlich um 20.45 Uhr vom Basler Abendhimmel und zeigte mit „Let me entertain you“, was das Publikum im „Joggeli“ erwartete. Direkt anschliessend folgten die Songs „Phänomen“ und „Von hier bis unendlich“. Bereits bei diesem Lied stand das Publikum im Basel und feierte diesen gelungenen Einstieg von Helene Fischer. Etwas emotional begrüsste sie mit „Merci villmol und Grüezi“ das Schweizer Publikum und bekundete wie gerne sie doch hier in der Schweiz ist und die Unterstützung des Publikums zu schätzen weiss, obwohl sie nicht allzu oft halt in der Schweiz macht. Sie forderte das Publikum auf richtig Party zu machen und alle Hemmungen fallen zu lassen. Mit 99% wollte sie sich nicht zufrieden geben und mit dem Song „100%“ machte Fischer klar was sie heute Abend vom Publikum erwartete. Und diese 100% sollte sie auch bekommen. Als sich bei der ersten Ballade „Feuer am Horizont“ ein Teil des Publikums setzten wollte, kommentierte sie dies mit den Worten „Hallo, hallo…was ist denn hier los? Ihr dürfte auch bei diesen Liedern stehen bleiben“. Genau das tat das Publikum und zwar zum grössten Teil bis zum Ende des Konzerts. Nichts desto trotz, waren gerade für ein paar ältere Menschen die Sitzplätze gut, dass diese sich wenigstens zwischendurch setzten konnten.

Mit einem Einspieler leitete Fischer als „Sister Mary Helene“, quasi als Mutter des Schlagers, den Schlagerblock ein. Bereitwillig folgten ihr die „Jünger“ in das Land des Schlagers. Die Stimmung im „Joggeli“ war hervorragend und auch ein kurzer Ausfall des Tons, welcher das Konzert kurz vor Ende der Einspielung für kurze Zeit unterbrach, tat der guten Stimmung in Basel keinen Abbruch. Wer hatte denn da den Stecker gezogen? Bei Songs wie „Ein Bett im Kornfeld“, „Er gehört zu mir“, „Wann wirds mal wieder richtig Sommer“, „Griechischer Wein“ und „Über den Wolken“ klatschen und sangen die Zuschauer kräftig mit. Überrascht von ihren Bläser-Jungs war Helene Fischer, als diese in Bienen-Kostümen bei „Biene Maja“ vor ihr standen. Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. Mit „Te quiero“ präsentierte Fischer einen neuen Song aus ihrem neuen Album, welches im Oktober erscheinen wird. Auch in Basel kam der neue Song wunderbar an!

Mit dem wunderbaren Song „Weit übers Meer“ hatten auch die Männer aus dem hohen Norden nochmal einen Auftritt. Die klangschöne Stimme von Helene Fischer und die rauen und tiefen Stimmen der Nordlichter sind eine tolle Kombination und machen dieses Lied zu etwas besonderem! Mit „Der König der Herzen“ (eines meiner absoluten Lieblingslieder) kam wieder ein Uptempo-Song und die Party ging weiter. Als Geschenk bekam Helene Fischer vom Schweizer Fanclub eine 4kg Toblerone, über die sie sich sehr freute.

Nicht vergessen zu erwähnen und ein riesen Kompliment geht an die Background-Sängerinnen, Tänzer- und Tänzerinnen sowie eine fantastische Band, die eine hervorragende Arbeit leisteten und sehr zum gelingen des Abends beigetragen haben. Das Programm war generell sehr gut gemacht, die Kombination zwischen eigenen und ein paar wenigen Cover-Songs war absolut gelungen. Insgesamt gab es vier Kostümwechsel, wobei hier jedes einzelne wunderschön war. Zuerst ein weisser Hosenanzug mit silberfarbenen Gürtel, ein Sommerkleid, welches perfekt zum Schlagermedley passte, ein raffinierter Smoking-Anzug mit hautfarbenen Rücken und Strasssteinen sowie zum Abschluss ein schwarz-weiss geteiltes Kleid.

Die Einleitung zu dem Song „Tage wie dieser“, im Original von den Toten Hosen, sorgte schon mehrfach auf den Konzerten der Sommer-Tour für Erheiterung. Auch in Basel fing Helene Fischer von ihren Tagen, also von Tagen wie diesen an zu erzählen und brach die Übung dann ganz schnell ab, weil sie merkte, dass sie anfing sich um Kopf und Kragen zu reden. Dieses Lied war einer von vielen Höhepunkten im Basler St. Jakobpark – das Publikum tobte und ging begeistert mit. Hut ab, was Fischer aus diesem Punk-Rock Song machte. Von Erholung keine Spur, denn mit „Ich will immer wieder dieses Fieber spüren“ und „Und morgen früh küss ich dich wach“ gönnte sie sich und dem Publikum keine Verschnaufpause und das war auch gut so.

Wie macht sie das nur? Plötzlich tauchte Helene Fischer auf einem Podest im Station auf und sang, nur am Klavier begleitet „In the Arms of an Angel“. Mit dem Lied „Du lässt mich sein so wie ich bin“, am Schluss leicht abgewandelt in „Ihr lasst mich sein so wie ich bin“, bedankte sie sich auf ihre ganz besondere Art bei ihren Fans. Helene Fischer weiss den Support ihrer Fans zu schätzen und weiss immer noch, dass sie ihren grossen Erfolg genau diesen zu verdanken hat. Das macht sie zu einem bodenständigen Menschen und genau diese Eigenschaft und ihre Herzlichkeit wissen die Fans an ihr zu schätzen. Ein Song-Mix aus „Das Karussell in meinem Bauch“, „Played-A-Live (The Bongo Song)“ und „Samba de Janeiro“ begleitete Helene Fischer bei dem Gang durchs Publikum zurück zur Bühne.

Zurück auf der Bühne sang sie „Die Hölle morgen früh ist mir egal“. Dazu wurde der Text auf der grossen Leinwand eingeblendet, nur falls jemand nicht ganz so Textsicher war. Aber die Schweizer kannten alle Texte, naja fast alle. Die Bühne war riesig, und Fischer machte sich den Platz zu nutzen und konnte sich so richtig austoben und geniessen. Die Video-Einspielungen und Laser-Shows waren absolut gelungen und immer passend zu den Songs. Durch die beiden riesen Leinwände an der Seite, konnte auch das Publikum im letzten Winkel des St. Jakobparks Helene Fischer sehen. Mit dem Beginn der Zugabe liess sich Helene Fischer etwas Zeit und genoss den Applaus des Publikums, ehe sie mit „Power of Love“, im Original von Jennifer Rush, für einen weiteren Gänsehaut-Moment sorgte. Wunderschön mit wohlklingender und klarer Stimme gesungen! Mit den Liedern „Vergeben, vergessen und wieder Vertrauen“ und „Mitten im Paradies“ verabschiedete sich Helene Fischer aus Basel und bedankte sich beim Publikum für den tollen Abend. Den Abschluss bildete ein kurzes aber wunderschönes Feuerwerk, welches in den Basler Nachthimmel geschossen wurde!

Video Impressionen:
Videos Helene Fischer Sommer Open Air in Basel

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