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Kategorie: Konzert

„Thriller – Live“ in Basel – Phänomenale Tribute-Show

„Thriller – Live“ in Basel – Phänomenale Tribute-Show

Er ist eine Legende – Der King of Pop Michael Jackson. Am 2. Januar 2009 feierte die Tribute-Show „Thriller – Live“ im Lyric Theatre in London Premiere. Mittlerweile war die Show in über 30 Ländern zu sehen und schaffte im September 2014 den Sprung in die Top 20 der Shows mit der längsten Laufzeit am Londoner West End. Angefangen bei den frühen Erfolgen mit seinen Brüdern, den Jackson 5, während der unvergesslichen Mowtown Ära, bis hin zu seinen unvergleichlichen Erfolgen als Solo-Interpret. Unter anderem 14 Nummer 1-Hits, mehr als 100 Preise und Auszeichnungen und offiziell mehr als 100 Millionen verkauften Alben machten Jackson zweifelsohne zu einem der erfolgreichsten Künstler unserer Zeit.

Das Talent von Michael Jackson wurde früh erkannt. Bereits als zwölfjähriger stand er mit seinen Brüdern, unter der strengen Hand des Vaters, auf der Bühne und stach durch seine aussergewöhnliche Stimme und sein Talent hervor.

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Mit dem Hitmedley aus den Songs „History“, „Don’t Stop / Billie Jean Remix“, „Who’s Loving You“ und „I’ll be There“ gelingt ein fantastischer Einstieg in die Show. Die Stimmen der Solo-Interpreten sind kraftvoll und ausdrucksstark. Hervorragend wie die Band die unterschiedlich geprägten Songs aus Funk, Soul, Pop und Rock spielt. Ein absolut gelungenes Lichtdesign und die abwechslungsreiche, ausdrucksstarke und auf das Stück abgestimmte Choreographie (Gary Lloyd) begeistert von der ersten Minute an und das ändert sich auch während der ganzen Show nicht.

Im Jahr 1968 erhielten die Jackson 5 von Berry Gordan den lang ersehnten Plattenvertrag bei Mowtown. Ihnen gelangen vier Nummer 1-Hits hintereinander. Mit „I Want You Back“ und „ABC“ sind zwei dieser Erfolge in der Show zu hören. Ergänzt noch mit dem Song „Rockin‘ Robin“. Hervorzuheben ist der junge Sänger, der den 12-jährigen Michael verkörperte – Bühnenpräsenz, Ausdruck und Darbietung sind rundherum auf ganzer Linie gelungen. Der Szenenapplaus war absolut gerechtfertigt.

Es folgt Song auf Song zusätzlich untermalt durch Zwischensequenzen mit Erzählungen über Jacksons Karriere. Adrian Grant (Original Concept & Executive Director“ und Kerys Nathan (Original-Regisseur) ist eine Show gelungen, bei der jede einzelne Komponente ineinander greift, die Übergänge sind flüssig und am Ende hat man einen guten Überblick über die beispiellose Karriere des King of Pop. Die Nummer 1-Hits „Billie Jean“, „Thriller“, „Bad“ und „Black or White“ fehlen im Repertoire der Show genauso wenig wie die anfänglichen Erfolge zu Beginn seiner Karriere.

Das Publikum ist begeistert und ab dem Song „They Don’t Care About Us“ hält es dieses nicht mehr auf ihren Plätzen. Eine absolut gelungene Show über einen unvergesslichen Künstler.

Fotos „Thriller – Live“ aus Basel

Nachlese: Music Dinner 2014 auf Schloss Sargans

Nachlese: Music Dinner 2014 auf Schloss Sargans

Im November 2014 feierte das Music Dinner bereits sein 15 jähriges Jubiläum. Durch den weihnachtlich geschmückten Schlosshof, wird man im Restaurant vom Team von Cecile + Peter Kaiser herzlich willkommen geheissen. Ein paar Stufen hinauf gelangt man in den wunderschön eingedeckten Rittersaal. An den Wänden die Wappen und Namen der früheren Schlossherren, im Frontbereich die Bühne, welche sich über die gesamte Breite des Rittersaals erstreckt. Serviert wird ein 6-Gang-Menü, was allein schon beim Lesen neugierig macht.

IMG_0607Die musikalische Organisation liegt auch in diesem Jahr in den Händen von Patric Scott, der u.a. als Peter in „Heidi“, als Alfred in „Tanz der Vampire“ und als Freddy „My Fair Lady“ auf der Bühne stand. Zur Cast gehören einige bekannte Namen aus den vorherigen Jahren, aber auch neue Namen sind vertreten: Jennifer Sarah Boone, Enyo Dovlo, Julia Hagne, Bianca Arndt, Franziska Lessing, Kristina Love, Jasmin Pearl, Nathanael Schaer, Mirjam Schläper sowie die 13-jährige Saphira Felix. Das Ensemble wurde teilweise am Piano von Tillmann Hinze unterstützt. Mit einem Opening Medley wurden die Gäste musikalisch begrüsst, bevor es den ersten Gang des Abends gab.

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Variation von Tatar und Carpaccio vom Rind
auf Rosmarinbisquit mit Selleriesalat

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Nach diesem vorzüglichen ersten Gang, sangen Patric Scott und Julia Hagne „The Prayer“, gefolgt von einer schönen Version des Lieds „Lass jetzt los“ aus dem Disney-Erfolg „Die Eiskönigin“. „Ghost“ war einer der erfolgreichsten Filme von Patrick Swayze und Demi Moore. Mittlerweile feierte die Story auch als Musical grosse Erfolge. Mit „With you/Unchained Melody“ sorgten die Protagonisten auf der Bühne für einen Gänsehaut Moment. Ein Klassiker aus dem Musical „Elisabeth“ ist das Lied „Ich gehör nur mir“, welches wunderschön von Mirjam Schläper dargeboten wurde.

„Songs for a new World“ ist das Erstlingswerk (Uraufführung 1995) des Komponisten Robert Jason Brown. In dieser Musical-Revue sind sechzehn Songs über Menschen zu hören, die an einschneidenden Wendepunkten ihres Lebens stehen. Sie sind damit konfrontiert Entscheidungen für oder gegen den nächsten Schritt zu fällen oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft zu wagen. Mit dem Stück „A New World“ wird genau dies ausgedrückt. Das Ensemble sorgt mit der Interpretation für einen wunderbaren stimmgewaltigen Abschluss, bevor der zweite und dritte Gang des Abends serviert wurde.

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Süppchen vom Rotkraut im Basler Brot
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Frikadelle mit Kartoffelscheiben und Kürbiswürfel an Kürbissauce
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Das „Traumschiff“ ist eine der längsten Serien in der deutschen TV-Landschaft und entführt die Zuschauer in die schönsten Flecken der Erde. So weit ging die Reise des Sarganser „Traumschiffs“ dann doch nicht, dennoch wurde das Publikum in eine sehr unterhaltsame Folge entführt. Das Ensemble lief zu Höchstleistungen auf – allen voran Franziska Lessing, die als Asiatische Schönheits- und Massagefachfrau mit ihren Ausführungen für verschiedene Schönheitsanwendungen für Lacher im Publikum sorgte – Unterhaltung pur! Danach wartete die nächste Gaumenfreude aus der Schlossküche.

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Variation von pochiertem Fisch auf Weisskohl an Currysauce
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Jennifer Sarah Boone und Franziska Lessing sorgten mit dem Song „Make me feel my love“, im Original von Adele, für eine tolle Einlage. Nathanael Schaer, der zweite Mann im Ensemble, berührte mit seiner gefühlvollen Tenorstimme mit „Dies ist die Stunde“ aus dem Musical Jekyll & Hyde. Das Musical stammt aus der Feder des grossen Broadway Komponisten Frank Wildhorn. Er zeichnet sich unter anderem auch für die Stücke „Der Graf von Monte Christo“, „Bonnie & Clyde“, „Dracula“ und ganz aktuell „Artus – Excalibur“, welches zurzeit noch am Theater St. Gallen zu sehen ist, verantwortlich. Mit dem Song „Always“ von Bon Jovi zeigte Patric Scott, dass er auch hier mit seiner ganz eigenen Stimmfarbe punkten kann. Die erst 13-jährige Saphira Felix, die 2014 bei „The Voice Kids“ mit von der Partie war, begeistert mit „Open Arms“ von Journey und bewies, dass sich hinter ihrer Stimme grosses Potential verbirgt. Bevor der Hauptgang des Menüs serviert wurde, sangen Patric Scott, Kristina Love und das Ensemble „Listen“ von den Dreamgirls.

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Perlhuhnbrust an Barolosauce mit Maisgalette und Gemüse
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Mit der „Anneliese und Wolfgang Show“ wurde eine Sketcheinlage vom vorherigen Jahr aufgegriffen und etwas ausgebaut – Musikantenstadel & Co etwas auf die Schippe genommen. Gerade die „Streitereien“ von Anneliese (Franziska Lessing) und Wolfgang (Patric Scott) sorgten für Unterhaltung. Amüsant war auch der Auftritt von Nathanael Schaer, der in seinem weissen Anzug einen richtigen Draufgänger gab.

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Cecile’s Dessert Variation:
Strudel mit Mango und Cocos, Glacé von Veilchen und Appenzeller Biber,
Crème Brûlèe mit Passionsfrucht, Parfait vom Lebkuchen
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Nach dem fantastischen Essen wurde der letzte musikalische Block mit der neuen Single „Stay“ von Patric Scott eingeleitet. Anschliessend sorgten die Damen im Ensemble für „Fever“ im Rittersaal. Der Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero schrieb für sein Album Männersachen den Song „Zieh die Schuh aus“. Der Song behandelt auf ironische Weise den Geschlechterkampf. Wunderbar interpretiert von Nathanael Schaer und Patric Scott. Mit dem kraftvoll interpretierten Song „Singt hinauf zum Himmel“ aus dem Musical Sister Act machten die Damen als Nonnen verkleidet erneut eine gute Figur auf der Bühne. Gemeinsam mit Patric Scott, der diesen Song auch komponiert hat, sang Saphira Felix „Thankful“. Den Abschluss bildete ein Medley aus den Liedern „Love on the top“, „Happy“ und „Fame“.

Das Music Dinner 2014 war eine abwechslungsreiche Kombination aus Gaumenfreuden auf höchster Ebene und sehr gelungener musikalischer Unterhaltung in einem angenehmen Ambiente. Der Dank geht an die Schlossherren Cecile & Peter Kaiser, deren fantastisches Team und an Patric Scott & Friends für die wunderbare musikalische Unterhaltung.

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Mittlerweile zum vierten Mal führte Ende Mai der Weg nach Ettelbréck/Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Zum 125jährigen Jubiläum hiess es 2014 „The Best of Musical“. Unterstützt wurde das Orchester der Harmonie Union Troisvierges auch in diesem Jahr durch das Streichorchesters L’Estro Armonico und L’s just for Jazz Band sowie den Solisten Valerie Link, Marco Fahrland, Jana Stelley und Kasper Holmboe.

Das „Phantom der Oper“ ist ein 1986 uraufgeführtes Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe, das auf dem Roman Le Fantôme de l’Opéra des Franzosen Gaston Leroux von 1911 basiert. Den Auftakt bildete eine instrumentale Reise durch die Melodien von Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Ein Genuss dieser wunderbaren Musik von Webber zu lauschen, gerade wenn ein so stark aufspielendes Orchester diese zu Gehör bringt. Valerie Link, die zurzeit die Hauptrolle der Christine Daaé im „Phantom der Oper“ in Hamburg spielt, sang mit ihrer gefühlvollen klaren Sopranstimme „Think of me“ und wurde von Marco Fahrland als Raoul, der als Cover dieser Rolle ebenfalls in Hamburg zu sehen ist, unterstützt. Mit „Phantom of the Opera“ zeigten Valerie Link und Kasper Holmboe eine harmonisch klingende Version des Klassikers. Mit seiner warmen einfühlsamen Tenorstimme interpretierte Kasper Holmboe ein „Music of the Night“ mit Gänsehautfaktor – einfach fantastisch. Link und Fahrland berührten mit ihrer Version von „All I ask of you“. Mit „Till I hear you sing“ kehrte Holmboe die leidende Seite des Phantoms klangvoll heraus.

Das Musical „Chess“ stammt aus dem Jahr 1984. Die Musik wurde von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe ABBA komponiert. Die Texte stammen aus der Feder von Tim Rice und Björn Ulvaeus. Mit den „Highlights from Chess“ zeigte das Orchester der Harmonie Union Troisvierges erneut seine Klasse. Mit dem Song „I know him so well“ bewiesen Jana Stelley und Valerie Link wie wohlklingend ihre Stimmen miteinander harmonieren. Marco Fahrland gelang mit „Anthem“ eine stimmlich starke Leistung. Aus der musikalischen Feder von Lloyd Webber stammen ebenfalls die Musicals „Cats“ und „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“. Mit „Memory“ aus „Cats“ zeigte Jana Stelley eine gefühlvolle Interpretation des Songs genauso wie Marco Fahrland mit „Any dream will do“ aus „Joseph“. Ein Beitrag welcher beim Publikum bereits im Jahr 2012 für Begeisterung sorgte ist „He lives in you“ aus dem Musical „König der Löwen“. Jana Stelley zeigte erneut welche Power in ihrer Stimme steckt und begeisterte mit dieser Version des Songs.

Durch viele erfolgreiche Coverversionen ist Titel „I got Rhythm“ von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Text) mittlerweile zu einem Jazzstandard geworden. Ursprünglich stammt das Lied aus dem Stück „Girl Crazy“ aus dem Jahr 1930. Mit einer lebendigen jazzigen Darbietung des Orchesters der Harmonie Union begeisterte das Stück ebenfalls in Ettelbréck. Bei einer „The Best of Musical“-Gala darf „Les Miserable“ nicht fehlen. Das Musical stammt von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto). Die Handlung basiert auf dem Roman Die Elenden von Victor Hugo. Alle vier Solisten standen bereits in dem Musical auf der Bühne. Link und Stelley gemeinsam als Cosette und Eponine in der Berliner Produktion, Fahrland als Marius in Altenburg und Holmboe als Bischof von Digne, Javert und Jean Valjean in Duisburg und Berlin. Mit „I dreamed a Dream“ und „On my Own“ berührte Jana Stelley erneut mit ihrer Stimme. Mit einfühlsamer kräftiger Stimme begeisterte Holmboe mit „Stars“. Link, Fahrland und Stelley sorgten bei „In my life / A Heart Full Of Love“ durch ihre klassisch ausgebildeten Stimmen, ihr Schauspiel und ihre Mimik für Gänsehaut. Alle vier Solisten und ein Teil der Orchester-Mitglieder sorgten bei „Do you hear the people sing“ für eine starke stimmgewaltige Darbietung.

Danzón No. 2 ist eine Komposition des berühmten Mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Hier bewies das Orchester der Harmonie Union, dass es die lateinamerikanischen Rhythmen problemlos beherrscht. Aus Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ sangen Kasper Holmboe und Jana Stelley „Totale Finsternis“. Ein weiteres Highlight des Abends war das Lied „This is the Moment“ aus dem Musical „Jekyll und Hyde“, von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Buch und Texte), welches stimmgewaltig von Holmboe dargeboten wurde. „Jesus Christ Superstar“ und „Whistle down the Wind“ sind zwei weitere musikalische Werke von Andrew Lloyd Webber. Mit „Superstar“ zeigte Marco Fahrland eine stimmlich starke Leistung. Mit „The Vault of Heaven“ hatten alle Solisten nochmals einen gemeinsamen Auftritt. In beiden Songs wurden sie vom Nachwuchs der Harmonie Union stimmlich tatkräftig unterstützt. Generell sind die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union eine Erwähnung wert, denn egal ob instrumental oder stimmlich müssen sich die jungen Künstler nicht verstecken begeistern auf ganzer Linie. Werner Eckes dirigierte seine Musiker auch in diesem Jahr sicher, sauber und schwungvoll durch das Konzert.

Als Zugabe gab es „Music“ von John Miles. Der einfache Text besticht durch die zwei wohl bekanntesten Zeilen des Songs „Music was my first love and it will be my last“. Der Klassiker der Rockmusik ist definitiv in die Kategorie Lieblingssongs einzuordnen. „Music“ wurde von allen Solisten gesungen und einem hervorragend aufspielenden Orchester begleitet. Ein begeistertes Publikum klatschte im Takt mit. Der Abschluss eines wieder rundherum gelungenen Gala-Konzerts bildete noch einmal der Song „Do you hear the people sing“ aus „Les Miserable“. Am Ende gab es für alle Beteiligte Standing Ovation.

Fotogalerie:
Fotogalerie zur Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Sommernacht Dinslaken 2013- Rockig, Gefühlvoll und Gänsehaut pur

Sommernacht Dinslaken 2013- Rockig, Gefühlvoll und Gänsehaut pur

Wahrlich unter keinem Glücksstern stand im Vorfeld die Jubiläums-Sommernacht in Dinslaken – 15 Jahre und noch nie gab es so viele Wechsel in der Besetzung wie in diesem Jahr. Jan Ammann und Sabrina Weckerlin sagten bereits zu einem frühen Zeitpunkt ab. Als Ersatz konnten Christian A. Müller und Valerie Link gewonnen werden. Die nächste Absage folgte von Serkan Kaya – für ihn sprang Rob Fowler in die Presche. Am Tag der Veranstaltung musste kurzfristig dann noch Pia Douwes absagen, da sie in Thun gebraucht wurde – als Spontan-Ersatz wurde Maricel verpflichtet.

Im Vorprogramm in diesem Jahr stand das 30-köpfige Ensemble des Sound of Music Chor (Chorleitung: Mario Stork) auf der Bühne. Mit „Will I“ aus dem Musical „Rent“ gelang dem Chor ein wunderbarer Einstieg. Die Mädels des Chors sangen „Little Shop of Horrors“ – das groovte und machte Lust auf mehr. Auch die Solisten waren fantastisch. Jennifer Boldt sang ein starkes Intro zu dem Song „Downtown (Skid Row)“. Melanie Berka als „Audrey“ und Ingbert Edenhofer als „Seymour“ konnten ebenfalls überzeugen. Ein gefühlvolles „Bui Doi“ präsentierte der Chor und Solist Dennis Schäfer – Gänsehaut, die Erste. Der nächste Knaller folgte mit „Milch“ aus dem Musical „Elisabeth“ mit einem tollen Andreas Robitzky als Lucheni. Mit „Ich hab geträumt“ gelang auch Bettina Lindenblatt ein schöner Auftritt. Das letzte Stück des Chors im Vorprogramm war „Bethlehem“ aus dem Musical „Martin Guerre“. Die Moderation von Thomas Reese war spritzig und amüsant. Von diesem stimmgewaltigen Chor wünscht man sich in Zukunft mehr zu hören – was da gezeigt wurde war grandios!

Die Solisten der 15. Sommernacht des Musicals waren Maricel, Valerie Link, Jessica Kessler, Rob Fowler, Christian A. Müller und Patrick Stanke. Unter der Musikalischen Leitung von Bertram Ernst agierte eine fantastische Band. Fast hatte man das Gefühl, dass die diesjährige Veranstaltung eine One-Man-Show von Stanke war, jedoch hatten die anderen Solisten einen grossen Anteil daran, dass die 15. Sommernacht ein voller Erfolg wurde. Die Moderation von Stanke war gelungen und unterhaltsam. Manchmal wäre etwas weniger mehr gewesen, denn eine x-fache Wiederholung über seine neue Figur war gegen Ende ein bisschen zu viel des Guten.

Den Beginn des Hauptteils bestritt Bertram Ernst mit den ersten Zeilen aus dem Song „Music was my first love“ ehe die Solisten links und rechts der Treppe im Burgtheater mit einstimmten. Patrick Stanke, der sich auf der Bühne in Eda Turnblad verwandelte, und Jessica Kessler sorgten mit „Willkommen in den Sixties“ aus „Hairspray“ für Rock’n’Roll. Rob Fowler, bekannt als Musical-Darsteller und als Teilnehmer der Casting-Show Voice of Germany sang ein stimmgewaltiges „Billy Jean“ ehe Valerie Link und Maricel mit „Rebecca“ aus dem gleichnamigen Musical zum ersten Mal die Bühne betraten. Unterhaltungswert hatte anschliessend definitiv Patrick Stanke alias Dr. Stakne und Christian A. Müller alias Heino mit dem Lied „Junge“. Mit „More than Words“ zeigte der Sommernacht-Chor sein können und dies gelang auf ganzer Linie.

Der folgende „Wicked“-Block mit einem rockigen Gitarrensolo Stankes von „Defying Gravity“, einem gelungenen und gefühlvollen „Wie ich bin“ sowie einem amüsanten „Heissgeliebt“ von Link und Stanke alias Elphaba hatte grossen Unterhaltungswert. Mit „Mein Sinn für Stil“ erinnerten Maricel und Stanke an die gemeinsame Zeit bei „Aida“ im Colloseum Theater Essen. Rockig wurde es mit „Hammer to Fall“ aus „We Will Rock You“ – herrlich zu sehen, wie Jessica Kessler und Rob Fowler sich gegenseitig angifteten und dabei sichtlich Spass hatten. An seiner Ausdauer muss Patrick Stanke, zumindest beim Thema Liegestützen, noch arbeiten. Gegen Rob Fowler hatte er bei „Eye of the Tiger“, im Original von der Band Survivor, aus dem Musical „Rocky“ nicht wirklich eine Chance. Locker und lässig machte Fowler einarmig und singend seine Liegestütze, während Stanke so seine Probleme hatte mitzuhalten.

Eine absolutes It-Girl, dazu noch blond, will Jura studieren, zuerst nur um es ihrem fast Verlobten zu zeigen, der diese Vorhaben für lächerlich erklärt. Zuerst belächelt und zum Schluss von allen geachtet – das ist die Geschichte der quirligen Elle Woods. Aus „Legally Blonde“ sang Jessica Kessler das Lied „So much better“. Den Abschluss eines gelungenen, witzigen und unterhaltsamen ersten Teils bildete „Nur Liebe bleibt“ aus „Rent“ – Solisten und der stimmgewaltige Sound of Music Chor sorgten für Gänsehaut.

Dass Christian A. Müller auch als Graf von Krolock durchgehen kann, bewies er gemeinsam mit Jessica Kessler bei „Totale Finsternis“ – von beiden mit klangschönen Stimmen gesungen. Das Musical „Once“ feiert in New York – Elf Tony Award Nominierungen, Acht davon gewonnen, unter anderem als Bestes Musical – und London grosse Erfolge. Der Song „Falling Slowly“ von Glen Hansard und Markéta Irglová gewann 2008 einen Oscar in der Kategorie Bester Song. Ein Lied voller Gefühl das ans Herz geht und genau dies gelang Valerie Link und Patrick Stanke mit ihrer Version bei der Sommernacht – einfach fantastisch.

Als Rob Fowler in „Sweet Transvestite“ aus der „Rocky Horror Show“ zu seinen Hüftschwung ansetzte johlte das Publikum in Dinslaken – die Rolle des Frank’n’Furtner ist dem Briten auf den Leib geschrieben. Um Träume zu erreichen muss man manchmal versuchen nach den Sternen zu greifen und genau diese Kernaussage steckt in dem Lied „Gold von den Sternen“ aus „Mozart“, welches gefühlvoll von Maricel interpretiert wurde. Zuerst Musical und dann Film – eine Tatsache, die in dieser Reihenfolge Seltenheitswert hat. Der Film „Les Miserable“ kam Ende 2012 in die Kinos – bei der diesjährigen Oscar- und Golden-Globe-Verleihung räumte der Film eine Vielzahl von Preisen ab. Das Musical von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto), nach dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo, feierte bereits im Jahr 1980 seine Uraufführung in Paris. Gefühlvoll sang Jessica Kessler Éponine‘s Lied „Nur für mich“. Grandios gesungen und zu Recht mit Standing Ovation bedacht wurde Christian A. Müller für die Darbietung des Songs „Bring ihn heim“. Gänsehaut pur war das „Lied des Volkes“, welches alle Solisten zusammen mit dem Sound of Music Chor sangen. Ein rundherum gelungener Songblock von Les Miserables.

Aus „Elisabeth“ folgten die Lieder „Die Schatten werden länger“, Stanke als Kronprinz Rudolf und Fowler als Tod sowie „Ich gehör nur mir“ von Maricel. Ein Song der auf fast keiner Sommernacht fehlt, sollte man die Worten von Patrick Stanke glauben, ist „Dies ist die Stunde“ aus Jekyll & Hyde. Die diesjährige Version, von Stanke gesungen, war eine Reggae-Version und eine durchaus hörenswerte Interpretation dieses Klassikers.

Valerie Link begeisterte mit ihrer klassischen Stimme bei einer Pop-Rock-Version von „Denk an mich“ aus dem Musical „Phantom der Oper“, welches im Dezember 2013 an die neue Flora nach Hamburg zurück kehrt. Mit „Til I hear you sing“ aus „Love never dies“ bewies Christian A. Müller erneut, dass er im klassischen Musicalbereich zu Hause ist. Natürlich durfte das Lied „Phantom der Oper“ nicht fehlen, welches von Link und Müller gefühlvoll und klangschön gesungen wurde. Mit „Time Warp“ aus der Rocky Horror Show und „We are the Champions“ aus „We Will Rock You“ sorgten Solisten und der Sound of Music Chor für einen gelungenen Abschluss der 15. Sommernacht im Burgtheater Dinslaken.

Fotogalerie:
Sommernacht des Musical 2013 in Dinslaken

Video-Impressionen:
Sommernacht des Musicals, Dinslaken 2013

Gelungene Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Gelungene Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Im dritten Jahr hintereinander führte Ende Mai die Reise nach Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Unter dem Titel „Film, Swing & Musical“ präsentierte die Harmonie Union mit ihren Solisten Jana Stelley, Valerie Link und Marco Fahrland ein buntes Programm aus der Film-, Swing- und Musical-Welt. Wie schon im letzten Jahr wurde die Harmonie Union von den Musikern und Musikerinnen des Streichorchesters L‘Estro Armonico und die L‘s Just for Jazz Band unterstützt. 

Mit der Filmmusik aus „Lord of the Rings: Hobbits“ gelang der Harmonie Union ein wunderbarer instrumentaler Auftakt des Abends. Filmmusik bekommt oft nicht genügend Aufmerksamkeit und wenn man sie dann mal ausserhalb der Filme hört, fällt oftmals erst dann auf, wie schön manche Stücke klingen. Valerie Link zeigte eine gefühlvolle Interpretation von „As time goes by“ – ein Stück, dass 1931 von Herman Hupfeld für das Musical „Everbody’s Welcome“ geschrieben und 1942 von Dooley Wilson in dem Film „Casablanca“ gesungen wurde. Bette Midler hatte 1979 im Film „The Rose“ das gleichnamige Lied berühmt gemacht und es zählt heute zu einem der schönsten Filmsongs – eine wunderbar dargebotene Version gelang Jana Stelley und Valerie Link – Gänsehaut pur! Die Titelmelodie aus „Ghost“ mit Patrick Swayze und Demi Moore „Unchained Melody“ durfte in dieser Riege der Filmsongs nicht fehlen – Marco Fahrland und Jana Stelley zeigten eine harmonisch berührende Version dieses unvergessenen Titels.

Jules Verne war ohne Frage einer der grössten französischen Schriftsteller und begeistert mit seinen Erzählungen noch heute jung und alt. Instrumental-Versionen zu dem Titel „Reise um die Welt in 80 Tagen“ gibt es viele, aber nicht so viele gibt es, die so gut gespielt werden wie die Version des Orchesters der Harmonie Union. Diese Version nahm das Publikum wirklich mit auf die Reise von Phileas Fogg und seinen Helfern. In jedem Land mit seinem jeweiligen Musikstil hatte man das Gefühl vor Ort zu sein. Viel zu schnell war diese Reise vorbei. Mit „When the Saints Go Marching In“ ging es jazzig weiter und Jana Stelley zeigte hier erneut, welche Varianz in ihrer Stimme steckt. Das ursprüngliche geistliche Lied hat sich im Laufe der Jahre zu einem wahren Jazzstandard entwickelt. Auf ging es in den wilden Westen. Mit „Moment for Morricone“ überzeugte das Orchester der Harmonie Troisvierges erneut. Zwischen den beiden instrumentalen Western-Stücken wurde der Titel „C’era una volta il West“ eingebaut, was eine interessante Abwechslung war. Valerie Link stellte hier einmal mehr unter Beweis, wie schön und gefühlvoll ihre klassische Stimme klingt. Ein weiterer Gänsehaut-Moment des Abends. Unterstützt wurde sie hier von zwei jungen Damen der Harmonie Union, die bereits im letzten Jahr durch schöne Stimmen auf sich aufmerksam gemacht hatten sowie Jana Stelley und Marco Fahrland. Mit „The Windmills of your Mind“ aus dem Film „The Thomas Crown Affair“ gelingt Jana Stelley eine tolle Darbietung.

Mit „Strike up the Band“ von George und Ira Gershwin aus dem gleichnamigen Musical eröffnete Jana Stelley den zweiten Teil der Musical-Gala in Luxemburg. Witzig war auch hier die Sketch-Einlage von Werner Eckes, dem Dirigent der Harmonie Union, der das Orchester sicher und schwungvoll durch den Abend führte. Mit dem Übertitel „Swinging Broadway“ folgte ein weiterer Programmpunkt des Abend. Jana Stelley, Marco Fahrland und Valerie Link sorgten mit Songs wie „Halleluja, I love him so“, I’ve got you under my skin“, „Save the last dance for me“, „Have you met Miss Jones“ und „Fly me tot he moon“ für einen wirklich tollen Swing-Teil und auch das Orchester stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union konnte sich ebenfalls hören lassen und begeisterte.

Einen weiteren wunderschönen Instrumental-Teil bot das circa 80-köpfige Orchester mit der Musik aus dem Musical „Tintin, Prisoners of the Sun“, welches auf dem 14. Buch der Abendteuer von Tim und Struppi beruht. Eine sehr berührende aber auch mitreissende Musik, die da den Zuhörern geboten wurde. Natürlich durfte, sollte man dem Programmheft glauben, auch der Musical-Teil nicht fehlen. Den Anfang machten Valerie Link und Marco Fahrland mit „Hilf mir durch Nacht“ aus dem Kunze/Levay-Musical „Rebecca“. Valerie Link, die bis Januar 2013 die Hauptrolle der „Ich“ in der Stuttgarter Aufführung des Stückes verkörperte, und Marco Fahrland harmonierten wunderbar und liessen die Erinnerungen an das Stück wieder aufleben. Dass immer mehr erfolgreiche Filme zu Musicals gemacht werden, zeigt sich auch bei dem Stück „Bodyguard“. Jana Stelley sorgte mit ihrer gefühlvollen Interpretation von „I will always love you“, im Original von der grossartigen Whitney Houston gesungen, für einen weiteren Gänsehaut-Moment. Zu erwähnen auch hier die Saxophon-Einlage des Harmonie Union Nachwuchses. Einfach fantastisch!

Mit „I’m a believer“ aus dem Musical „Shrek“ wurde, nach dem etwas ruhigeren Beginn des Musical-Blocks ein Tempostück gespielt, das sofort zum mitmachen anstiftete und so klatschte oder bewegte sich das Publikum im Takt mit. Weiter ging es mit „You can’t stop the beat“ aus dem Musical „Hairspray“. Erwähnen muss man hier wieder den Nachwuchs der Harmonie Union, der als Chor oder auch Solo für mächtig Alarm im Auer am CAPe sorgte und wirklich eine tolle zusätzliche Einlage zu den drei Solisten bot. Ein begeistertes Publikum bekam als Zugabe „Bohemian Rhapsody“ und ein Medley von ABBA. Den Abschluss einer wieder rundherum gelungenen Gala bildete noch einmal der Song „I’m a believer“.

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Musical-Gala 2013, Harmonie Union Troisvierges – Film, Swing & Musical

Helene Fischer, Sommer-Event Basel, Juli 2013

Helene Fischer, Sommer-Event Basel, Juli 2013

What a night, so könnte man den Abend im nicht ganz ausverkauften Basler St. Jakobspark beschreiben. Fast pünktlich zum Abend hörte es auf zu Regnen und ein milder Abend bescherte dem Schweizer Publikum eine bestens aufgelegte Helene Fischer. Auch wenn das Schweizer Publikum die Männer von Santiago etwas zurückhaltend empfing und Fragen aufkamen wie „Chömmed die us Hamburg?“, gelang es den Nordlichtern das Grundgerüst für einen schönen und unglaublich tollen Konzertabend zu legen.

Nach der 20 minütigen Umbauphase, schwebte Helene Fischer fast pünktlich um 20.45 Uhr vom Basler Abendhimmel und zeigte mit „Let me entertain you“, was das Publikum im „Joggeli“ erwartete. Direkt anschliessend folgten die Songs „Phänomen“ und „Von hier bis unendlich“. Bereits bei diesem Lied stand das Publikum im Basel und feierte diesen gelungenen Einstieg von Helene Fischer. Etwas emotional begrüsste sie mit „Merci villmol und Grüezi“ das Schweizer Publikum und bekundete wie gerne sie doch hier in der Schweiz ist und die Unterstützung des Publikums zu schätzen weiss, obwohl sie nicht allzu oft halt in der Schweiz macht. Sie forderte das Publikum auf richtig Party zu machen und alle Hemmungen fallen zu lassen. Mit 99% wollte sie sich nicht zufrieden geben und mit dem Song „100%“ machte Fischer klar was sie heute Abend vom Publikum erwartete. Und diese 100% sollte sie auch bekommen. Als sich bei der ersten Ballade „Feuer am Horizont“ ein Teil des Publikums setzten wollte, kommentierte sie dies mit den Worten „Hallo, hallo…was ist denn hier los? Ihr dürfte auch bei diesen Liedern stehen bleiben“. Genau das tat das Publikum und zwar zum grössten Teil bis zum Ende des Konzerts. Nichts desto trotz, waren gerade für ein paar ältere Menschen die Sitzplätze gut, dass diese sich wenigstens zwischendurch setzten konnten.

Mit einem Einspieler leitete Fischer als „Sister Mary Helene“, quasi als Mutter des Schlagers, den Schlagerblock ein. Bereitwillig folgten ihr die „Jünger“ in das Land des Schlagers. Die Stimmung im „Joggeli“ war hervorragend und auch ein kurzer Ausfall des Tons, welcher das Konzert kurz vor Ende der Einspielung für kurze Zeit unterbrach, tat der guten Stimmung in Basel keinen Abbruch. Wer hatte denn da den Stecker gezogen? Bei Songs wie „Ein Bett im Kornfeld“, „Er gehört zu mir“, „Wann wirds mal wieder richtig Sommer“, „Griechischer Wein“ und „Über den Wolken“ klatschen und sangen die Zuschauer kräftig mit. Überrascht von ihren Bläser-Jungs war Helene Fischer, als diese in Bienen-Kostümen bei „Biene Maja“ vor ihr standen. Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. Mit „Te quiero“ präsentierte Fischer einen neuen Song aus ihrem neuen Album, welches im Oktober erscheinen wird. Auch in Basel kam der neue Song wunderbar an!

Mit dem wunderbaren Song „Weit übers Meer“ hatten auch die Männer aus dem hohen Norden nochmal einen Auftritt. Die klangschöne Stimme von Helene Fischer und die rauen und tiefen Stimmen der Nordlichter sind eine tolle Kombination und machen dieses Lied zu etwas besonderem! Mit „Der König der Herzen“ (eines meiner absoluten Lieblingslieder) kam wieder ein Uptempo-Song und die Party ging weiter. Als Geschenk bekam Helene Fischer vom Schweizer Fanclub eine 4kg Toblerone, über die sie sich sehr freute.

Nicht vergessen zu erwähnen und ein riesen Kompliment geht an die Background-Sängerinnen, Tänzer- und Tänzerinnen sowie eine fantastische Band, die eine hervorragende Arbeit leisteten und sehr zum gelingen des Abends beigetragen haben. Das Programm war generell sehr gut gemacht, die Kombination zwischen eigenen und ein paar wenigen Cover-Songs war absolut gelungen. Insgesamt gab es vier Kostümwechsel, wobei hier jedes einzelne wunderschön war. Zuerst ein weisser Hosenanzug mit silberfarbenen Gürtel, ein Sommerkleid, welches perfekt zum Schlagermedley passte, ein raffinierter Smoking-Anzug mit hautfarbenen Rücken und Strasssteinen sowie zum Abschluss ein schwarz-weiss geteiltes Kleid.

Die Einleitung zu dem Song „Tage wie dieser“, im Original von den Toten Hosen, sorgte schon mehrfach auf den Konzerten der Sommer-Tour für Erheiterung. Auch in Basel fing Helene Fischer von ihren Tagen, also von Tagen wie diesen an zu erzählen und brach die Übung dann ganz schnell ab, weil sie merkte, dass sie anfing sich um Kopf und Kragen zu reden. Dieses Lied war einer von vielen Höhepunkten im Basler St. Jakobpark – das Publikum tobte und ging begeistert mit. Hut ab, was Fischer aus diesem Punk-Rock Song machte. Von Erholung keine Spur, denn mit „Ich will immer wieder dieses Fieber spüren“ und „Und morgen früh küss ich dich wach“ gönnte sie sich und dem Publikum keine Verschnaufpause und das war auch gut so.

Wie macht sie das nur? Plötzlich tauchte Helene Fischer auf einem Podest im Station auf und sang, nur am Klavier begleitet „In the Arms of an Angel“. Mit dem Lied „Du lässt mich sein so wie ich bin“, am Schluss leicht abgewandelt in „Ihr lasst mich sein so wie ich bin“, bedankte sie sich auf ihre ganz besondere Art bei ihren Fans. Helene Fischer weiss den Support ihrer Fans zu schätzen und weiss immer noch, dass sie ihren grossen Erfolg genau diesen zu verdanken hat. Das macht sie zu einem bodenständigen Menschen und genau diese Eigenschaft und ihre Herzlichkeit wissen die Fans an ihr zu schätzen. Ein Song-Mix aus „Das Karussell in meinem Bauch“, „Played-A-Live (The Bongo Song)“ und „Samba de Janeiro“ begleitete Helene Fischer bei dem Gang durchs Publikum zurück zur Bühne.

Zurück auf der Bühne sang sie „Die Hölle morgen früh ist mir egal“. Dazu wurde der Text auf der grossen Leinwand eingeblendet, nur falls jemand nicht ganz so Textsicher war. Aber die Schweizer kannten alle Texte, naja fast alle. Die Bühne war riesig, und Fischer machte sich den Platz zu nutzen und konnte sich so richtig austoben und geniessen. Die Video-Einspielungen und Laser-Shows waren absolut gelungen und immer passend zu den Songs. Durch die beiden riesen Leinwände an der Seite, konnte auch das Publikum im letzten Winkel des St. Jakobparks Helene Fischer sehen. Mit dem Beginn der Zugabe liess sich Helene Fischer etwas Zeit und genoss den Applaus des Publikums, ehe sie mit „Power of Love“, im Original von Jennifer Rush, für einen weiteren Gänsehaut-Moment sorgte. Wunderschön mit wohlklingender und klarer Stimme gesungen! Mit den Liedern „Vergeben, vergessen und wieder Vertrauen“ und „Mitten im Paradies“ verabschiedete sich Helene Fischer aus Basel und bedankte sich beim Publikum für den tollen Abend. Den Abschluss bildete ein kurzes aber wunderschönes Feuerwerk, welches in den Basler Nachthimmel geschossen wurde!

Fotogalerie:
Foto-Galerie vom Helene Fischer Sommer Open Air in Basel

Video Impressionen:
Videos Helene Fischer Sommer Open Air in Basel

Helene Fischer – Sommer Open Air in München

Helene Fischer – Sommer Open Air in München

Kaiserwetter in München, auch wenn die Wolken am Abend der Sonne doch mächtig Konkurrenz machten, aber es blieb trocken und von den Temperaturen her war es sehr angenehm. Das Konzert fand auf dem Königsplatz in München statt – eine schöne Location.

Auf der Sommer-Open-Air-Tour von Helene Fischer 2013 waren Santiago als Special Guests dabei. Um 19.30 Uhr betraten die Herren aus dem hohen Norden die Bühne. Seemannslieder aufgepeppt und modernisiert – im grossen und ganzen eine gute Unterhaltung, auch das eine oder andere Lied war durchaus hörenswert, aber natürlich wartete alles auf Helene Fischer.

Nach einer ca. 20-minütigen Umbaupause flogen die Luftballons gegen 20.30 Uhr in Richtung Münchner-Himmel und Helene Fischer schwebte von der Bühnendecke Richtung Bühne. Mit „Let me entertain you“ startete ihre Show. Nach zwei weiteren Songs begrüsste sie das Münchner Publikum auf ihre ganz natürliche und charmante Art. Immer wieder schön sind auch die kleinen Geschichten die sie erzählt. Es gibt ihren Shows immer einen gewissen persönlichen Touch. Bei „Von hier bis unendlich“ stand das Publikum zum ersten Mal. Helene Fischer weiss ihr Publikum zu begeistern.

An dieser Stelle muss man auch die grossartige Bühne erwähnen die mit einer perfekten Video- und Lasershow ergänzt wurde. Insgesamt gab es fünf Kostümwechsel – wobei jedes einzelne immer passend zu dem jeweiligen Songblock war. Statt einer Musical-Einlage wie bei der Hallentour 2012/2013 stand diesmal das Thema Schlager im Vordergrund. Als „Mutter Oberin“ sprach sie zu ihren „Jüngern“ um sich zu vergewissern, ob ihr auch wirklich alle in das gelobte Land des Schlagers folgen wollten. In das Land wo sanfte Töne klingen, Liebe, Heil und Rhythmus fliessen. Bei Songs „Wann wird mal wieder richtig Sommer“, „Griechischer Wein“, „Biene Maja“ und einigen weiteren hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen.

Auch Santiago hatten nochmals einen Auftritt in der Show und sangen zusammen mit Helene Fischer „Weit übers Meer“. Ergänzt mit einer fantastischen Videoeinspielung sorgte dieser Song für einen richtigen Gänsehautmoment in der Show. Bei „König der Herzen“ wurden auch einige schmucke Männer aus der Band vorgestellt. Passend zu diesem Tag erklang das Lied „An Tagen wie diesen“, welches im Original von den Toten Hosen ist, aber von Fischer hervorragend interpretiert wurde. Auf dem Königsplatz in München herrschte pure Partystimmung.

Das Helene Fischer immer die Nähe zu ihrem Publikum sucht, bewies sie auf dem Konzert erneut, als sie plötzlich mitten auf dem Platz auf einer Empore auftauchte und am Klavier begleitet unter anderem das Lied „Du lässt mich sein, so wie ich bin“ sang. Mit kleinen Textänderungen bedankte sie sich auf ihre Weise bei ihren Fans. Ein weiterer Grund, der diese Frau so sympathisch erscheinen lässt. Als am Ende noch die Band einsetzte, sorgte dies für einen weiteren besonderen Moment.

Die Band spielte hervorragend und bis auf ein paar Tonpobleme, während Fischer Mitten im Publikum auf der Empore sang, war die Tonabstimmung durchaus gelungen. Es erklang ein satter Sound auf dem Königsplatz. Zu erwähnen sind auch die Tänzerinnen und Tänzer, die schon die Hallentour begleitet haben und eigens dafür in L.A. gecastet wurden. Die Jungs und Mädels zeigten eine absolute Spitzenleistung und es machte richtig Spass ihnen zuzusehen. Auch die beiden Background-Sängerinnen waren toll und ergänzten sich in einigen Liedern wunderbar mit Helene Fischers‘ Stimme.

Für Gänsehaut pur sorgte der Song „The Power of Love“, im Original von Jennifer Rush, den Fischer mit sehr viel Gefühl und klangschöner Stimme sang. Den Abschluss bildete ein wunderschönes Feuerwerk auf und neben der Bühne. Helene Fischer bewies wieder einmal, dass sie eine hervorragende Sängerin ist, die ihr Publikum durch ihre natürliche Ausstrahlung und mit ihren grossen Entertainer-Fähigkeiten zu begeistern weiss – sie ist für die Bühne geboren.

Video Impressionen:
Video Impressionen vom Konzert in München

Benefizgala – Stars of Manderley

Benefizgala – Stars of Manderley

Am 27. November 2012 lud das Ensemble von „Rebecca“ zu einem Wohltätigkeitsfest Zugunsten der Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V. Wenn man für diesen Abend ein Wort suchen und wählen müsste, dann wäre dies sicher SUPERLATIVE. Denn genau das wurde an dem Abend geboten. Umso schöner macht die Sache, dass es für einen wohltätigen Zweck war. Kerstin Ibald als „Bee“ und Udo Eickelmann als „Giles“ führten in unnachahmlicher Manier durch die Show und hatten Lacher am laufenden Band auf ihrer Seite.

Zu Beginn kam die Telefonszene zwischen Bee und „Ich“ aus „Rebecca“, als Frith (Matthias Graf) und Robert (Christian Kerkhoff) mit einer Kiste aus dem Bootshaus inklusive Brief von Rebecca herein kamen – ein Wohltätigkeits-Fest sollte veranstaltet werden. Bee war Feuer und Flamme, diese Tradition auf Manderley fortzusetzten. Gemeinsam mit Frith und Robert, konnte dann auch Giles davon überzeugt werden. Allen, die „Rebecca“ kennen, kam diese Szene vertraut vor und sorgte so für Lacher und Szenenapplaus im Publikum.

Ensemble „Rebecca“

Mit der „Palladium Ouvertüre“ die unter anderem Melodien aus „Phantom der Oper“, „Tanz der Vampire“, „Mamma Mia“, „Wicked“ und natürlich „Rebecca“ enthielt, konnte das Orchester, unter der Leitung von Klaus Wilhelm, zeigen, wie hervorragend es klingt. Kerstin Ibald, Udo Eickelmann, Wiebke Wötzel und das Ensemble hiess das Publikum mit „Sei hier Gast“ und „Zuhaus“ aus „Die Schöne und das Biest“ Willkommen. Die 3 Musketiere Jan Ammann, Raphael Dörr und Arvid Larsen sangen „Einer für Alle“ – unterstützt wurden sie vom Männerensemble – ein stimmgewaltiger Auftritt. Ein weiteres wunderbares Terzett mit „Wer kann schon ohne Liebe sein“ ebenfalls aus „3 Musketiere“ bildeten Helena Blöcker, Petra Clauwens und Pia Douwes. Auf Manderley hielt das „Phantom der Oper“ Einzug – Maike Switzer und Gerd Achilles sangen ein fabelhaftes Duett. Berührend interpretierte Gerd Achilles die „Musik der Nacht“. Harmonisch und gefühlvoll sangen Lena Brandt und Christian Kerkhoff „Mehr will ich nicht von dir“.

Ibald und Eickelmann gelang es immer wieder auf witzige Weise die Übergänge zu den nächsten Stücken zu gestalten. So wurden für den folgenden Block „Tanzköniginnen“ auf Schloss Manderley geladen – Christina Maria Brenner, Mona Graw und Melanie Walter sorgten mit einem „Mamma Mia“-Medley aus „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Waterloo“ für Stimmung im Publikum. Einen stimmlich starken Auftritt hatten Denise Jastraunig und Hannes Staffler mit „Hinterm Horizont“ aus dem gleichnamigen Musical.

Um Kindheitsträume über Hexen und Zauberer sowie Weltreisen nach Österreich ging es in der Anmoderation zu den nächsten Darbietungen. Das Ensemble hiess das Publikum mit „Nur ein Tag“ aus „Wicked“ in der Smaragdstadt Willkommen. Für ein erinnerungswürdiges „Heissgeliebt“ sorgten Valerie Link als „Ich“ und Pia Douwes als Mrs. Danvers – „Ich“ versuchte Mrs. Danvers zu erklären, wie sie in der Clique Heissgeliebt wird – eine unglaublich witzige und gelungene Art der Interpretation des Liedes – gekrönt durch die Mimik von Douwes. Christina Patten und Lena Brandt begeisterten mit „Wie ich bin“. Gefolgt von einem stark gesungenen „Frei und Schwerelos“ von Petra Clauwens.

Eine nie zuvor gehörte Akustik-Version – wunderbar von Gitarre, Klarinette und Streichern begleitet – von „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ von Pia Douwes gesungen, sorgte für Gänsehaut pur. Carl van Wegberg als Tod und Christoph Apfelbeck als Rudolf zeigten zusammen mit dem Ensemble eine tolle Version von „Die Schatten werden länger“. Auf Schloss Manderley hat es im Weinkeller Fledermäuse, die Jagd auf den Armen Giles gemacht hatten. Jakub Wocial begeisterte mit einem polnisch gesungenen Part in „Alles ist Hell“ aus „Tanz der Vampire“. Dem stand Fredrik Andersson mit einem in Schwedisch gesungenen „Für Sarah“ in nichts nach. Christina Patten die stimmlich eine bezaubernde Sarah abgibt, liess sich in „Totale Finsternis“ von Jan Ammann beissen.

Ensemble „Rebecca“ Schlussapplaus, Foto: Iris Steger

Zum Ende eines absolut gelungenen 1. Teils beschwerte sich Frith über die Art der Behandlung der Bediensteten auf Schloss Manderley und würde am liebsten alles abfackeln. Robert konnte ihn mit „Always Look On The Bright Side Of Life“ aus „Spamalot“ gerade so davon abhalten – unterstützt wurde er dabei vom gesamten Ensemble.

Bevor es mit dem 2. Teil weiterging, wurde ein Film über die Arbeit der Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V. gezeigt. Es ist wirklich beeindruckend, welch hervorragende Arbeit von dieser Stiftung für die Kinder geleistet wird und die Schicksale sorgten für Tränen in den Augen.

Mit „Songs For A New World“ von Robert Jason Brown wird das Publikum von Denise Jastraunig, Wiebke Wötzel, Christoph Apfelbeck und Jörg Neubauer eindrucksvoll aus der Pause in den zweiten Teil entführt. Mit einer Reise nach New York wollen Bee und Giles Mrs. van Hopper überzeugen, für die gute Sache zu spenden. Angekommen machen sich die beiden auf die Suche nach „Smokey Joe’s Cafe“. Das Männerensemble interpretierte ein klangschönes „On Broadway“ zu jazzigem Sound. Weiter ging es mit „I’m A Woman“ von Lena Brandt, Christina Maria Brenner und Melanie Walter. Mona Graw und Jörg Neubauer sangen den Klassiker „New York, New York“ von Frank Sinatra.

Als The Leading Ladies zeigten Kerstin Ibald, Michaela Schober und Maike Switzer mit dem Stück „Webber Love Trio“ eine gefühlvolle harmonische Interpretation und sorgten für einen weiteren Gänsehaut-Moment. Mit dem berühmten „Cell Block Tango“ aus „Chicago“ begeisterten Helena Blöcker, Pia Douwes, Denise Jastraunig, Melanie Walter und Maike Switzer – die Mörderinnen aus dem Cook-County-Gefängnis erzählten ihre Geschichte in verschiedenen Dialekten und sorgten damit für einige Lacher. Die Männer Raphael Dörr, Oliver Heim, Christian Kerkhoff, Hendrik Schall und Carl van Wegberg legten bei „Let It Go“ aus „Full Monty“ ein sexy Striptease auf der Bühne hin, der Begeisterungsrufe im Publikum auslöste – sogar Bee wurde es warm und sie stellte fest, dass es ihr in New York sichtlich gut gefällt.

Ensemble „Rebecca“ Schlussapplaus, Foto: Iris Steger

Aus „Putting It Together“ folgte eine berührende Version von „Being Alive“ – gesungen von Pia Douwes, Valerie Link, Udo Eickelmann, Matthias Graf und Jakub Wocial. Amüsant ging es mit Jan Ammann und Arvid Larsen weiter, die „You’re Nothing Without Me“ aus „City Of Angels sangen – die Stimmen der beiden harmonierten hervorragend. 

Es folgte der Dank von Kerstin Ibald und Udo Eickelmann im Namen des gesamten Ensembles an Klaus Wilhelm mit Orchester, an die Technik, Requisite, Kostüme, Maske, Licht, Ton, Vertrieb, Vorderhaus, Presse, Theaterleitung, etc. Schön, dass hier die Beteiligten, sofern möglich, auf die Bühne geholt wurden. Sie hatten sich den Applaus des Publikums redlich verdient. In diesem Zuge wurde durch die stellvertretende Theaterleitung Stefanie Lehne an die Präsidentin des Vorstandes der Olgäle Stiftung Frau Dr. med. Schuster ein Scheck in Höhe von 43‘000 Euro übergeben – dabei handelt es sich um einen Zwischenstand. Klasse, dass es solche Aktionen gibt!

Musikalischer Leiter Klaus Wilhelm, Foto: Iris Steger
Musikalischer Leiter Klaus Wilhelm, Foto: Iris Steger

Den Abschluss eines wunderbaren, berührenden und unterhaltsamen Abends bildete das Lied „Morgen schon“ aus dem Stück „Les Misérables“, welches von Kerstin Ibald, Valerie Link, Christina Patten, Jan Ammann, Fredrik Andersson, Udo Eickelmann, Hendrik Schall, Jakub Wocial und dem Ensemble stimmgewaltig vorgetragen wurde – Die Zugaben wurden natürlich nicht vergessen, wobei hier ein Chorgesang vom gesamten Ensemble nochmals für Gänsehaut sorgte. Das Publikum war restlos begeistert und auch das Ensemble hatte sichtlich Spass an diesem Abend.

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen einfach auch DANKE zu sagen – Danke für einen wunderschönen Abend, für die Organisation, an das Orchester, an das Ensemble von 

„Rebecca“ und an alle die ihren Teil dazu beigetragen haben, diesen Abend so besonders zu machen! Es ist toll, dass mit dem Erlös aus solchen Benefizgalas, solch grossartige Dinge unterstützt werden!

Informationen zur Stiftung gibts hier: Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V.

Zauberhaft natürlich – Helene Fischer „Für einen Tag“ in Zürich

Zauberhaft natürlich – Helene Fischer „Für einen Tag“ in Zürich

Als Helene Fischer ihre Daten für ihre Tour 2012 bekannt gab und als Tourstopp Zürich dabei war, wusste ich, dass ich an dieses Konzert musste. Gesehen, vorgenommen und vergessen – wie das so ist im Alltag. Die Erinnerung kam schlagartig, als ich Ende Oktober mitbekommen hatte, dass Sascha Grammel für einige Auftritte in der Schweiz ist. Nicht nur seine Shows waren ausverkauft sondern auch das Konzert von Helene Fischer – war ja eigentlich auch klar.

Gut, selber schuld! Da mich mein Weg zum Schwimmen immer am Hallenstadion vorbei führt, machte ich einen Abstecher auf die andere Strassenseite. Vielleicht hatte es noch Karten an der Abendkasse. Karten gabs es, aber die waren vom Platz her so ungünstig, dass ich dafür kein Geld ausgeben wollte. Ich befand mich quasi schon wieder auf dem Weg Richtung Hallenbad, als ein Mann vor mir stand und mir eine Karte anbot, da seine Kollegin krank geworden war. Er versicherte mir, dass es ein sehr guter Platz sei, doch die Karte hatte ihren Preis. Ohne Einwand meinerseits verkaufte er mir die Karte wesentlich günstiger.

Also hiess es am 31. Oktober 2012 Helene Fischer im Hallenstadion statt Schwimmen im Hallenbad.

In ihrer Begrüssung forderte sie das Publikum auf, diesen Abend „wie eine Musicalnacht“ zu erleben – soweit ist das nicht hergeholt, wenn man bedenkt, dass Helene Fischer gelernte Musicaldarstellerin ist. Präsentiert wurden die aktuellen Hits aus ihrem Album „Für einen Tag“, aber auch Songs wie „Colors of the Wind“ aus Disneys Pocahontas, „Die Schöne und das Biest“ aus dem gleichnamigen Disney-Film und ein ganzer Block mit Hits aus „Grease“. Helene Fischer outete sich als grosser Fan von James Bond Filmen und so fehlte auch eine Hommage an 007 nicht. Zweifelsohne gehörte ihre Interpretation von „I will always Love you“ aus Bodyguard zu einem der vielen Höhepunkte des Abends. Hinzu kommt eine mitreissende Bühnenshow inklusive einer eindrücklichen Lasershow, auf der eigens in den USA gefertigten Bühne. Aber nicht nur die Bühne stammt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sondern auch die Tänzer und Tänzerinnen, die eine unglaublich gute Performance ablieferten. Die Band, welche unter dem Aufbau der Bühne untergebracht war sorgte für mitreissenden Sound.

Nicht nur ihre wunderschöne Stimme und ihre charismatische Bühnenpräsenz verzauberte, sondern auch ihre Natürlichkeit und ihre Herzlichkeit im Umgang mit den Fans. Kleine Anekdoten und Geschichten wie sie und ihr Team z.B. ihre Tänzer und Tänzerinnen in den USA gecastet haben, liessen sowas wie ein familiäres Gefühl aufkommen – und das in einer wohlgemerkt 8’000 Zuschauer fassenden Halle.

Helene Fischer sang aber nicht nur deutsche Songs sondern auch in Englisch. Ihren Hit „Sehnsucht“ sang sie in ihrer Muttersprache Russisch. Als sie gegen Ende auf einer Rampe über dem Publikum schwebte, setzte eine wahre Völkerwanderung Richtung Bühne ein. Mit einer Liebeserklärung an ihren Freund und den natürlich nicht fehlenden Zugaben, verabschiedete sich Helene Fischer mit einer Videoeinblendung „Danke Zürich“.

Helene Fischer ist nicht nur eine deutsche Schlagersängerin, sondern sie ist ein Gesamtpaket an Ausstrahlung, Gesang, Tanz und herzlicher Interaktion mit dem Publikum. Das Konzert in Zürich war wirklich ein Erlebnis und schreit förmlich nach einer Wiederholung im nächsten Jahr! Und eines ist sicher, den nächsten Termin vergesse ich nicht mehr!

Eindrücklich – ORSO Rock Symphony Night in Titisee

Eindrücklich – ORSO Rock Symphony Night in Titisee

Petrus hatte am Samstag den 21. Juli 2012 wahrlich keinen guten Tag erwischt, aber das erschreckte die Besucher der ORSO „Rock-Symphonie-Night – Music and Water“ in Titisee nicht im Geringsten. Im Gegenteil – eingepackt nach dem Zwiebelprinzip, Wolldecke und mit Regenschutz sassen die Unerschrockenen auf ihren Plätzen und hatten das Vergnügen ein grossartiges Konzert zu geniessen. Als Gäste mit von der Partie waren Soulqueen Brenda Boykin, Tenor Gunnar Schierreich sowie die Powerstimmen Brigitte Oelke und Sascha Lien, die vor allem aus „We Will Rock You“ bekannt sind. Charmant und mit angenehmer Sprechstimme führte Conny Kanik durch die Show.

ORSO – The Rock Symphonie Orchestra hat ca. 200 Mitwirkende – bestehend aus einem grossen Symphonieorchester mit zusätzlich integriertem Blasorchester, einer Rockband und einem gemischten Chor.

Was man in Titisee zu hören und auch zu sehen bekam war Genuss pur! Mit „Fanfare For The Common Man“ zeigte ORSO, unter der Leitung von Wolfgang Roese, bereits im ersten Stück über welches Klangvolumen dieses Orchester verfügt. Brigitte Oelke und Sascha Lien rockten mit „The Show Must Go On“ die Bühne, ehe sie mit „Don’t Stop Me Now“ – einem weiteren Queen-Klassiker – dem Publikum die Kälte aus den Gliedern verscheuchten.

Auch als Big Band fungierte ORSO an diesem Abend – Brenda Boykin begeisterte mit „The Man I Love / Cheek To Cheek“ mit souliger Stimme. Mit „Stairway To Heaven“ lieferte das Orchester ein Klangerlebnis. Gunnar Schierreich bot mit „La Donna E Mobile“ einen wahren Klassikgenuss dar. Ein stimmgewaltiges „Eloise“ von Sascha Lien bildete den Abschluss eines grandiosen ersten Teils.

Mit „It’s Raining Men“ startete der Abend in den zweiten Teil – Brenda Boykin zog mit ihrer Bühnenperformance die Zuschauer in ihren Bann. Hinter dem Titel „Water“ verbarg sich die Aquatique Show International. Über dem Auslauf der Hochfirstschanze sorgten Bilder und farbenfrohe Fontänen aus Wasser, die zum Rhythmus der Musik in den Himmel schossen, kombiniert mit einer Laser- und Feuerwerkshow für einen wahren Augenschmaus. Nach dem wunderbaren Instrumentalstück „Flight To Neverland“ sorgte Brigitte Oelke mit „As If We Never Said Goodbye“ aus Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“ für Gänsehaut im positiven Sinn.

Vom Volumen des Chors konnten sich die Zuschauer während des Abends mehrfach überzeugen, besonders beeindruckend gelang dies in dem Bee Gees Stück „Stayin‘ Alive“. „Metallica – A Symphonic Poem“ ist eine verknüpfte symphonische Dichtung von „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandman“ – zusammen mit der klangvollen Tenorstimme von Gunnar Schierreich war die Ballade einer der vielen Höhepunkte des Abends. Brigitte Oelke und Sascha Lien bildeten mit „The Queen Symphony“ den Abschluss eines grandiosen Abends – trotz der kalten Juli Temperaturen. Ein von der ersten bis zur letzten Reihe begeistertes Publikum spendete Standing Ovation – die Kälte war wie weggepustet. Zugaben durften natürlich nicht fehlen. Zusammen sangen alle Solisten „I’m So Exited“ von den Pinter Sisters. Mit „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini lies Gunnar Schierreich einen eindrücklichen Abend in Titisee ausklingen.

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ORSO Rock Symphony Night in Titisee