Benefizgala – Stars of Manderley

Benefizgala – Stars of Manderley

Am 27. November 2012 lud das Ensemble von „Rebecca“ zu einem Wohltätigkeitsfest Zugunsten der Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V. Wenn man für diesen Abend ein Wort suchen und wählen müsste, dann wäre dies sicher SUPERLATIVE. Denn genau das wurde an dem Abend geboten. Umso schöner macht die Sache, dass es für einen wohltätigen Zweck war. Kerstin Ibald als „Bee“ und Udo Eickelmann als „Giles“ führten in unnachahmlicher Manier durch die Show und hatten Lacher am laufenden Band auf ihrer Seite.

Zu Beginn kam die Telefonszene zwischen Bee und „Ich“ aus „Rebecca“, als Frith (Matthias Graf) und Robert (Christian Kerkhoff) mit einer Kiste aus dem Bootshaus inklusive Brief von Rebecca herein kamen – ein Wohltätigkeits-Fest sollte veranstaltet werden. Bee war Feuer und Flamme, diese Tradition auf Manderley fortzusetzten. Gemeinsam mit Frith und Robert, konnte dann auch Giles davon überzeugt werden. Allen, die „Rebecca“ kennen, kam diese Szene vertraut vor und sorgte so für Lacher und Szenenapplaus im Publikum.

Ensemble „Rebecca“

Mit der „Palladium Ouvertüre“ die unter anderem Melodien aus „Phantom der Oper“, „Tanz der Vampire“, „Mamma Mia“, „Wicked“ und natürlich „Rebecca“ enthielt, konnte das Orchester, unter der Leitung von Klaus Wilhelm, zeigen, wie hervorragend es klingt. Kerstin Ibald, Udo Eickelmann, Wiebke Wötzel und das Ensemble hiess das Publikum mit „Sei hier Gast“ und „Zuhaus“ aus „Die Schöne und das Biest“ Willkommen. Die 3 Musketiere Jan Ammann, Raphael Dörr und Arvid Larsen sangen „Einer für Alle“ – unterstützt wurden sie vom Männerensemble – ein stimmgewaltiger Auftritt. Ein weiteres wunderbares Terzett mit „Wer kann schon ohne Liebe sein“ ebenfalls aus „3 Musketiere“ bildeten Helena Blöcker, Petra Clauwens und Pia Douwes. Auf Manderley hielt das „Phantom der Oper“ Einzug – Maike Switzer und Gerd Achilles sangen ein fabelhaftes Duett. Berührend interpretierte Gerd Achilles die „Musik der Nacht“. Harmonisch und gefühlvoll sangen Lena Brandt und Christian Kerkhoff „Mehr will ich nicht von dir“.

Ibald und Eickelmann gelang es immer wieder auf witzige Weise die Übergänge zu den nächsten Stücken zu gestalten. So wurden für den folgenden Block „Tanzköniginnen“ auf Schloss Manderley geladen – Christina Maria Brenner, Mona Graw und Melanie Walter sorgten mit einem „Mamma Mia“-Medley aus „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Waterloo“ für Stimmung im Publikum. Einen stimmlich starken Auftritt hatten Denise Jastraunig und Hannes Staffler mit „Hinterm Horizont“ aus dem gleichnamigen Musical.

Um Kindheitsträume über Hexen und Zauberer sowie Weltreisen nach Österreich ging es in der Anmoderation zu den nächsten Darbietungen. Das Ensemble hiess das Publikum mit „Nur ein Tag“ aus „Wicked“ in der Smaragdstadt Willkommen. Für ein erinnerungswürdiges „Heissgeliebt“ sorgten Valerie Link als „Ich“ und Pia Douwes als Mrs. Danvers – „Ich“ versuchte Mrs. Danvers zu erklären, wie sie in der Clique Heissgeliebt wird – eine unglaublich witzige und gelungene Art der Interpretation des Liedes – gekrönt durch die Mimik von Douwes. Christina Patten und Lena Brandt begeisterten mit „Wie ich bin“. Gefolgt von einem stark gesungenen „Frei und Schwerelos“ von Petra Clauwens.

Eine nie zuvor gehörte Akustik-Version – wunderbar von Gitarre, Klarinette und Streichern begleitet – von „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ von Pia Douwes gesungen, sorgte für Gänsehaut pur. Carl van Wegberg als Tod und Christoph Apfelbeck als Rudolf zeigten zusammen mit dem Ensemble eine tolle Version von „Die Schatten werden länger“. Auf Schloss Manderley hat es im Weinkeller Fledermäuse, die Jagd auf den Armen Giles gemacht hatten. Jakub Wocial begeisterte mit einem polnisch gesungenen Part in „Alles ist Hell“ aus „Tanz der Vampire“. Dem stand Fredrik Andersson mit einem in Schwedisch gesungenen „Für Sarah“ in nichts nach. Christina Patten die stimmlich eine bezaubernde Sarah abgibt, liess sich in „Totale Finsternis“ von Jan Ammann beissen.

Ensemble „Rebecca“ Schlussapplaus, Foto: Iris Steger

Zum Ende eines absolut gelungenen 1. Teils beschwerte sich Frith über die Art der Behandlung der Bediensteten auf Schloss Manderley und würde am liebsten alles abfackeln. Robert konnte ihn mit „Always Look On The Bright Side Of Life“ aus „Spamalot“ gerade so davon abhalten – unterstützt wurde er dabei vom gesamten Ensemble.

Bevor es mit dem 2. Teil weiterging, wurde ein Film über die Arbeit der Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V. gezeigt. Es ist wirklich beeindruckend, welch hervorragende Arbeit von dieser Stiftung für die Kinder geleistet wird und die Schicksale sorgten für Tränen in den Augen.

Mit „Songs For A New World“ von Robert Jason Brown wird das Publikum von Denise Jastraunig, Wiebke Wötzel, Christoph Apfelbeck und Jörg Neubauer eindrucksvoll aus der Pause in den zweiten Teil entführt. Mit einer Reise nach New York wollen Bee und Giles Mrs. van Hopper überzeugen, für die gute Sache zu spenden. Angekommen machen sich die beiden auf die Suche nach „Smokey Joe’s Cafe“. Das Männerensemble interpretierte ein klangschönes „On Broadway“ zu jazzigem Sound. Weiter ging es mit „I’m A Woman“ von Lena Brandt, Christina Maria Brenner und Melanie Walter. Mona Graw und Jörg Neubauer sangen den Klassiker „New York, New York“ von Frank Sinatra.

Als The Leading Ladies zeigten Kerstin Ibald, Michaela Schober und Maike Switzer mit dem Stück „Webber Love Trio“ eine gefühlvolle harmonische Interpretation und sorgten für einen weiteren Gänsehaut-Moment. Mit dem berühmten „Cell Block Tango“ aus „Chicago“ begeisterten Helena Blöcker, Pia Douwes, Denise Jastraunig, Melanie Walter und Maike Switzer – die Mörderinnen aus dem Cook-County-Gefängnis erzählten ihre Geschichte in verschiedenen Dialekten und sorgten damit für einige Lacher. Die Männer Raphael Dörr, Oliver Heim, Christian Kerkhoff, Hendrik Schall und Carl van Wegberg legten bei „Let It Go“ aus „Full Monty“ ein sexy Striptease auf der Bühne hin, der Begeisterungsrufe im Publikum auslöste – sogar Bee wurde es warm und sie stellte fest, dass es ihr in New York sichtlich gut gefällt.

Ensemble „Rebecca“ Schlussapplaus, Foto: Iris Steger

Aus „Putting It Together“ folgte eine berührende Version von „Being Alive“ – gesungen von Pia Douwes, Valerie Link, Udo Eickelmann, Matthias Graf und Jakub Wocial. Amüsant ging es mit Jan Ammann und Arvid Larsen weiter, die „You’re Nothing Without Me“ aus „City Of Angels sangen – die Stimmen der beiden harmonierten hervorragend. 

Es folgte der Dank von Kerstin Ibald und Udo Eickelmann im Namen des gesamten Ensembles an Klaus Wilhelm mit Orchester, an die Technik, Requisite, Kostüme, Maske, Licht, Ton, Vertrieb, Vorderhaus, Presse, Theaterleitung, etc. Schön, dass hier die Beteiligten, sofern möglich, auf die Bühne geholt wurden. Sie hatten sich den Applaus des Publikums redlich verdient. In diesem Zuge wurde durch die stellvertretende Theaterleitung Stefanie Lehne an die Präsidentin des Vorstandes der Olgäle Stiftung Frau Dr. med. Schuster ein Scheck in Höhe von 43‘000 Euro übergeben – dabei handelt es sich um einen Zwischenstand. Klasse, dass es solche Aktionen gibt!

Musikalischer Leiter Klaus Wilhelm, Foto: Iris Steger
Musikalischer Leiter Klaus Wilhelm, Foto: Iris Steger

Den Abschluss eines wunderbaren, berührenden und unterhaltsamen Abends bildete das Lied „Morgen schon“ aus dem Stück „Les Misérables“, welches von Kerstin Ibald, Valerie Link, Christina Patten, Jan Ammann, Fredrik Andersson, Udo Eickelmann, Hendrik Schall, Jakub Wocial und dem Ensemble stimmgewaltig vorgetragen wurde – Die Zugaben wurden natürlich nicht vergessen, wobei hier ein Chorgesang vom gesamten Ensemble nochmals für Gänsehaut sorgte. Das Publikum war restlos begeistert und auch das Ensemble hatte sichtlich Spass an diesem Abend.

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen einfach auch DANKE zu sagen – Danke für einen wunderschönen Abend, für die Organisation, an das Orchester, an das Ensemble von 

„Rebecca“ und an alle die ihren Teil dazu beigetragen haben, diesen Abend so besonders zu machen! Es ist toll, dass mit dem Erlös aus solchen Benefizgalas, solch grossartige Dinge unterstützt werden!

Informationen zur Stiftung gibts hier: Olgäle Stiftung für das kranke Kind e.V.

Die Kommentare sind geschloßen.
%d Bloggern gefällt das: