Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Gelungene Musical-Gala 2014, Harmonie Union Troisvierges – The Best of Musical

Mittlerweile zum vierten Mal führte Ende Mai der Weg nach Ettelbréck/Luxemburg zur Musical-Gala der Harmonie Union Troisvierges. Zum 125jährigen Jubiläum hiess es 2014 „The Best of Musical“. Unterstützt wurde das Orchester der Harmonie Union Troisvierges auch in diesem Jahr durch das Streichorchesters L’Estro Armonico und L’s just for Jazz Band sowie den Solisten Valerie Link, Marco Fahrland, Jana Stelley und Kasper Holmboe.

Das „Phantom der Oper“ ist ein 1986 uraufgeführtes Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe, das auf dem Roman Le Fantôme de l’Opéra des Franzosen Gaston Leroux von 1911 basiert. Den Auftakt bildete eine instrumentale Reise durch die Melodien von Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Ein Genuss dieser wunderbaren Musik von Webber zu lauschen, gerade wenn ein so stark aufspielendes Orchester diese zu Gehör bringt. Valerie Link, die zurzeit die Hauptrolle der Christine Daaé im „Phantom der Oper“ in Hamburg spielt, sang mit ihrer gefühlvollen klaren Sopranstimme „Think of me“ und wurde von Marco Fahrland als Raoul, der als Cover dieser Rolle ebenfalls in Hamburg zu sehen ist, unterstützt. Mit „Phantom of the Opera“ zeigten Valerie Link und Kasper Holmboe eine harmonisch klingende Version des Klassikers. Mit seiner warmen einfühlsamen Tenorstimme interpretierte Kasper Holmboe ein „Music of the Night“ mit Gänsehautfaktor – einfach fantastisch. Link und Fahrland berührten mit ihrer Version von „All I ask of you“. Mit „Till I hear you sing“ kehrte Holmboe die leidende Seite des Phantoms klangvoll heraus.

Das Musical „Chess“ stammt aus dem Jahr 1984. Die Musik wurde von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe ABBA komponiert. Die Texte stammen aus der Feder von Tim Rice und Björn Ulvaeus. Mit den „Highlights from Chess“ zeigte das Orchester der Harmonie Union Troisvierges erneut seine Klasse. Mit dem Song „I know him so well“ bewiesen Jana Stelley und Valerie Link wie wohlklingend ihre Stimmen miteinander harmonieren. Marco Fahrland gelang mit „Anthem“ eine stimmlich starke Leistung. Aus der musikalischen Feder von Lloyd Webber stammen ebenfalls die Musicals „Cats“ und „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“. Mit „Memory“ aus „Cats“ zeigte Jana Stelley eine gefühlvolle Interpretation des Songs genauso wie Marco Fahrland mit „Any dream will do“ aus „Joseph“. Ein Beitrag welcher beim Publikum bereits im Jahr 2012 für Begeisterung sorgte ist „He lives in you“ aus dem Musical „König der Löwen“. Jana Stelley zeigte erneut welche Power in ihrer Stimme steckt und begeisterte mit dieser Version des Songs.

Durch viele erfolgreiche Coverversionen ist Titel „I got Rhythm“ von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Text) mittlerweile zu einem Jazzstandard geworden. Ursprünglich stammt das Lied aus dem Stück „Girl Crazy“ aus dem Jahr 1930. Mit einer lebendigen jazzigen Darbietung des Orchesters der Harmonie Union begeisterte das Stück ebenfalls in Ettelbréck. Bei einer „The Best of Musical“-Gala darf „Les Miserable“ nicht fehlen. Das Musical stammt von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto). Die Handlung basiert auf dem Roman Die Elenden von Victor Hugo. Alle vier Solisten standen bereits in dem Musical auf der Bühne. Link und Stelley gemeinsam als Cosette und Eponine in der Berliner Produktion, Fahrland als Marius in Altenburg und Holmboe als Bischof von Digne, Javert und Jean Valjean in Duisburg und Berlin. Mit „I dreamed a Dream“ und „On my Own“ berührte Jana Stelley erneut mit ihrer Stimme. Mit einfühlsamer kräftiger Stimme begeisterte Holmboe mit „Stars“. Link, Fahrland und Stelley sorgten bei „In my life / A Heart Full Of Love“ durch ihre klassisch ausgebildeten Stimmen, ihr Schauspiel und ihre Mimik für Gänsehaut. Alle vier Solisten und ein Teil der Orchester-Mitglieder sorgten bei „Do you hear the people sing“ für eine starke stimmgewaltige Darbietung.

Danzón No. 2 ist eine Komposition des berühmten Mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Hier bewies das Orchester der Harmonie Union, dass es die lateinamerikanischen Rhythmen problemlos beherrscht. Aus Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ sangen Kasper Holmboe und Jana Stelley „Totale Finsternis“. Ein weiteres Highlight des Abends war das Lied „This is the Moment“ aus dem Musical „Jekyll und Hyde“, von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Buch und Texte), welches stimmgewaltig von Holmboe dargeboten wurde. „Jesus Christ Superstar“ und „Whistle down the Wind“ sind zwei weitere musikalische Werke von Andrew Lloyd Webber. Mit „Superstar“ zeigte Marco Fahrland eine stimmlich starke Leistung. Mit „The Vault of Heaven“ hatten alle Solisten nochmals einen gemeinsamen Auftritt. In beiden Songs wurden sie vom Nachwuchs der Harmonie Union stimmlich tatkräftig unterstützt. Generell sind die musikalischen Einlagen des Nachwuchses der Harmonie Union eine Erwähnung wert, denn egal ob instrumental oder stimmlich müssen sich die jungen Künstler nicht verstecken begeistern auf ganzer Linie. Werner Eckes dirigierte seine Musiker auch in diesem Jahr sicher, sauber und schwungvoll durch das Konzert.

Als Zugabe gab es „Music“ von John Miles. Der einfache Text besticht durch die zwei wohl bekanntesten Zeilen des Songs „Music was my first love and it will be my last“. Der Klassiker der Rockmusik ist definitiv in die Kategorie Lieblingssongs einzuordnen. „Music“ wurde von allen Solisten gesungen und einem hervorragend aufspielenden Orchester begleitet. Ein begeistertes Publikum klatschte im Takt mit. Der Abschluss eines wieder rundherum gelungenen Gala-Konzerts bildete noch einmal der Song „Do you hear the people sing“ aus „Les Miserable“. Am Ende gab es für alle Beteiligte Standing Ovation.

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